Trotz eines Umsatzanstiegs stand in den Monaten Juli bis September unter dem Strich ein Fehlbetrag von 116 Millionen US-Dollar, wie Boeing am Dienstag in Arlington mitteilte. Damit war der Verlust deutlich kleiner als die 5,3 Milliarden Dollar aus dem Vorjahr. Zudem verbesserte sich der bereinigte Barmittelzufluss stärker als von Analysten erwartet. Die Boeing-Aktie reagierte im vorbörslichen US-Handel leicht positiv auf die Neuigkeiten.
Der Milliardenverlust vom Sommer 2025 war vor allem der weiteren Verzögerung des modernisierten Grossraumjets 777X geschuldet, dessen erstes Exemplar inzwischen erst 2027 ausgeliefert werden soll. Boeing-Chef Kelly Ortberg verwies darauf, dass der Hersteller nun nach jahrelanger Verzögerung immerhin die Zulassung für die Mittelstreckenjet-Varianten 737 Max 7 und Max 10 erreicht hat. «Aber wir sind noch nicht fertig», räumte der Manager ein. Boeing konzentriere sich weiterhin auf Sicherheit und Qualität.
Der Konzern war nach den tödlichen Abstürzen zweier 737-Max-Jets in den Jahren 2018 und 2019 in eine Dauerkrise geraten und schrieb jahrelang rote Zahlen. Wegen Qualitäts- und Produktionsmängeln stellte die US-Luftfahrtbehörde den Hersteller Anfang 2024 unter verschärfte Aufsicht, hat die Zügel inzwischen jedoch wieder ein gutes Stück gelockert.
(AWP)

