Börse - Aktienhandel auf Londoner UBS-Plattform bricht nach Brexit ein

Die Londoner Plattform der UBS hat wegen des Brexit-Vollzugs fast 50 Prozent des europäischen Aktiengeschäfts an Konkurrenten in Amsterdam und Paris verloren.
16.01.2021 11:00
Blick auf das Finanzzentrum von London.
Blick auf das Finanzzentrum von London.
Bild: cash

Die UBS hatte keinen neuen Standort für den Aktienhandel innerhalb der Europäischen Union eröffnet, sondern weiter auf ihre Londoner Plattform UBS MTF gesetzt. Dort ist nun das tägliche Aktienhandelsvolumen letzte Woche auf 307 Millionen Euro gesunken, wie aus Daten der Cboe Global Markets hervorgeht. Der Marktanteil halbierte sich auf nurmehr 0,8 Prozent.

Zwar betreffen diese Einbussen nur einen kleinen Teil des gesamten Aktiengeschäfts der Bank, doch sie unterstreichen Grossbritanniens geschrumpfte Rolle beim Handel mit europäischen Aktien. Und diese Abwanderung aus London wird nach Ansicht der Chefs von Cboe Europe und Aquis Exchange Plc dauerhaft sein.

Seit dem Vollzug des Brexit am 31. Dezember ist es in der EU ansässigen Investoren untersagt, Aktien von Unternehmen wie Airbus oder BNP Paribas in London zu handeln. Lediglich britische und internationale Investoren sorgen für ein Restgeschäft mit EU-Aktien in der britischen Metropole. UBS hat als eine der wenigen grossen Plattformen keinen EU-Standort als Brexit-Alternative etabliert.

(Bloomberg)