Börse - UBS-Strategen sehen kein Ende der Aktienrallye

Wenn es nach den UBS-Strategen geht, kann die Aktienrallye trotz Rekordniveaus beim S&P 500 oder dem Nasdaq weitergehen. Bei den Investitionen müssen aber politische Risiken berücksichtigt werden.
19.08.2020 19:15
Global CIO UBS Wealth Management (Juni 2014).
Global CIO UBS Wealth Management (Juni 2014).
Bild: ZVG

UBS-Strategen erwarten, dass die Aktienrallye weitergeht, nachdem der S&P 500  am Dienstag auf einem Rekordhoch geschlossen hat. Sie empfehlen aber einen "selektiven Ansatz", um politische Risiken wie gemischte Signale der Trump-Administration bezüglich China zu reduzieren.

Aktuell ist gerade die Ankündigung von Trump, dass er die Handelsgespräche mit China  verschiebt. "Ich will im Augenblick nicht mit China reden", sagte Trump am Dienstag bei einer Veranstaltung im Bundesstaat Arizona. Zudem hat die US-Regierung am Montag weitere Firmen aus dem Umfeld von Huawei auf eine schwarze Liste gesetzt, um dem chinesischen Konzern den Zugang zu Technologie wie Chips abzuschneiden.

Trotz weiteren US-Beschränkungen für Huawei sehen die Strategen unter der Führung von Mark Haefele weiterhin "überzeugende Investitionsmöglichkeiten" in disruptiven Technologieunternehmen und Schlüsseltechnologien, einschliesslich 5G-Gerätehersteller.

Während die US-Präsidentschaftswahlen wohl kaum einen negativen Einfluss auf die Aktienmärkte ausüben werden, sehen die Strategen in den "starken politische Unterschieden" zwischen Trump und Biden eine mögliche Ursache für grosse Kursschwankungen in Sektoren wie traditionelle und erneuerbare Energien.

Laut UBS-Strategen besteht bei britischen Aktien ein erhebliches Potenzial für eine Erholung. Auch wenn die Brexit-Gespräche langwierig sein mögen, erwarten sie dennoch eine Vereinbarung, die die britischen Aktien ankurbeln sollte.

(Bloomberg)