Börsen - Vermögensberater: Jetzt Aktien aus dem «Krisen-Epizentrum» kaufen

Die Erholungsrallye bei Aktien macht es unwahrscheinlich, dass US-Börsen die Tiefstände von Mitte März erneut testen werden. Das ist die Meinung einer Investmentberatungsfirma. Sie rät zum Kauf bestimmter Aktien.
21.04.2020 14:17
Cartier ist eine Marke des Schweizer Luxuskonzerns Richemont.
Cartier ist eine Marke des Schweizer Luxuskonzerns Richemont.
Bild: imago images / Joko

Es gibt überzeugende historische Präzedenzfälle, die dafür sprechen, dass der S&P 500 seinen Tiefpunkt erreicht hat, erklärte Tom Lee, Mitgründer von Fundstrat Global Advisors in New York. Die US-Benchmark hat mittlerweile die Hälfte ihrer Verluste seit dem Rekordtief von Mitte Februar wettgemacht.

Von den 10 Rückgängen um 30 Prozent oder mehr seit 1929 wurde nur bei vier das "endgültige Tief" nochmals getestet, erläuterte er. Und bei einem 50-prozentigen Rückgang sei das Risiko eines erneuten Einbruchs "weitgehend beseitigt". Der S&P 500 hat 28 Prozent gegenüber dem jüngsten Tief vom 23. März aufgeholt.

Lee, der mit 3450 Punkten die optimistischste Prognose für den Stand des S&P 500 zum Jahresende unter den von Bloomberg beobachteten Strategen abgegeben hat (Stand derzeit: 2823 Punkte), empfiehlt den Kauf des "Epizentrums der Krise". Damit meint er Aktien mit direktem Konsumentenbezug und begründet dies mit der "Implosion" des Konsumentenvertrauens auf ein Niveau, wie es seit der globalen Finanzkrise oder sogar seit 1979 nicht mehr gesehen wurde.

Lee empfiehlt speziell Aktien von Konzernen aus dem Nicht-Basiskonsumgüterbereich. Dieser besteht in der Regel aus Anbietern von Luxusprodukten, Autozulieferern und Hotelbetreibern, und er ist stärker inländisch orientiert als andere Teile der Wirtschaft. 

"Wenn die Verbraucherstimmung schlecht ist, ist dies historisch gesehen der beste Zeitpunkt, um Nicht-Basiskonsumgüter-Aktien überzugewichten", schrieb er.

Lee rechnet auch damit, dass US-amerikanische Technologie-, Gesundheits- und Finanzunternehmen davon profitieren werden, dass die Lieferketten aus China nach Amerika zurückkehren. Er geht davon aus, dass dies nach der Coronavirus-Krise ein Trend sein wird. Er erwartet, dass Wohnungsbau-, Einrichtungs- und Finanzunternehmen von einer Verlagerung zur Heimarbeit einen Schub bekommen werden. (Bloomberg/cash)

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