Börsengang Schweiz - Mehr Details zu SoftwareOne-IPO bekannt

Der angekündigte Börsengang von SoftwareOne an der Schweizer Börse SIX wird konkret.
12.10.2019 12:00
Daniel von Stockar ist Verwaltungsratspräsident und Mitgründer der IT-Firma SoftwareOne aus Stans.
Daniel von Stockar ist Verwaltungsratspräsident und Mitgründer der IT-Firma SoftwareOne aus Stans.
Bild: cash

Die Kotierung und der erste Handelstag sind am oder um den 25. Oktober herum vorgesehen, die Marktkapitalisierung soll bei bis zu 3,2 Milliarden Franken zu liegen kommen.

Wie SoftwareOne am Freitagabend mitteilte, erfolgt die Veröffentlichung des Kotierungsprospektes und der Start der Bookbuilding-Periode am kommenden Montag (14.10). Das Basisangebot umfasst 38,5 Millionen und die Mehrzuteilungsoption (Greenshoe) bis zu 5,8 Millionen bestehende Aktien. Frisches Geld will SoftwareOne mit dem Börsengang nicht aufnehmen.

Die Preisspanne wurden den Angaben zufolge bei 16,50 bis 21,00 Franken pro Aktie festgelegt, entsprechend einem Platzierungsvolumen von 636 Millionen bis 810 Millionen Franken im Basisangebot und (basierend auf der Anzahl der ausstehenden Aktien) einer Marktkapitalisierung von ca. 2,5 Milliarden bis 3,2 Milliarden Franken.

Bookbuilding vom 14. bis 24. Oktober

Die Bookbuilding-Periode dauert voraussichtlich vom 14. Oktober bis zum 24. Oktober 2019 (12.00 Uhr MESZ für Retail- und Private-Banking-Aufträge und 15.00 Uhr für institutionelle Anleger). Der endgültige Angebotspreis soll am oder um den 25. Oktober vor Handelsbeginn veröffentlicht werden.

SoftwareOne sowie sämtliche Mitglieder des Verwaltungsrates und der Geschäftsleitung haben sich laut der Mitteilung ab dem ersten Handelstag zu einer Sperrfirst (Lock-Up) von zwölf Monaten verpflichtet. Zudem haben die verkaufenden Aktionäre einer Sperrfrist von sechs Monaten ab dem ersten Handelstag zugestimmt, wie es heisst.

Die Gründungsaktionäre Daniel von Stockar, René Gilli und Beat Curti werden nach dem Börsengang zusammen weiterhin den grössten Anteil an SoftwareOne im Umfang von ca. 30,8 Prozent halten. Der Finanzinvestor KKR wird derweil eine Beteiligung von noch ca. 15 Prozent behalten. Der Streubesitz (ohne Aktien, die einem Lock-Up unterliegen) beträgt damit ca. 24,3 Prozent bzw. 28,0 Prozent, falls die Mehrzuteilungsoption vollständig ausgeübt wird.

Als Joint Global Coordinators und Joint Bookrunners für den Börsengang fungieren Credit Suisse, J.P. Morgan und UBS, während BNP Paribas, Citi, Deutsche Bank, UniCredit und Zürcher Kantonalbank als Joint Bookrunners bestimmt wurden. Rothschild & Co ist zudem Finanzberater von SoftwareOne.

Drei neue unabhängige Verwaltungsräte

Wie es weiter heisst, wurde der Verwaltungsrat an einer ausserordentlichen Generalversammlung vom 10. Oktober mit José Alberto Duarte, Timo Ihamuotila und Marie-Pierre Rogers als zusätzliche unabhängige Mitglieder - mit Wirkung per erstem Handelstag - verstärkt. Duarte ist CEO von Infovista, einem in Frankreich ansässigen Marktführer für moderne Netzwerk-Performance, Ihamuotila ist Finanzchef und Mitglied der Geschäftsleitung der ABB-Gruppe, und Rogers leitet bei Spencer Stuart in der Schweiz die Board-Practice.

Dem Verwaltungsrat, der von Daniel von Stockar präsidiert wird, gehören ausschliesslich nicht-exekutive Mitglieder an. Als weiterer unabhängiger Verwaltungsrat gehört auch Peter Kurer (seit 2013) dem Gremium an.

SoftwareOne ist laut eigenen Angaben ein globaler Anbieter von End-to-End Software- und Cloud-Technologielösungen und beschäftigt 5'300 Mitarbeiter. 2018 betrug der Bruttogewinn der Gruppe (inkl. Comparex) 724 Millionen Franken und der bereinigte EBITDA 187 Millionen Franken. Ausserdem verfüge SoftwareOne über eine "starke und praktisch schuldenfreie Bilanz".

Fünfter Börsengang 2019

Auf Grundlage der Bilanz und Cashflow-Generierung werde mittelfristig eine progressive Dividendenpolitik mit einer angestrebten Ausschüttungsquote im Bereich von 30 bis 50 Prozent des Jahresgewinns angestrebt, heisst es weiter.

Falls der Börsengang wie geplant über die Bühne geht, wäre das der fünfte Neuzugang dieses Jahr an der Schweizer Börse SIX nach Medacta, Alcon, Stadler Rail und Aluflexpack.

(AWP)