Der iShares 20+ Year Treasury Bond ETF von BlackRock fiel am Mittwoch um 1,6 Prozent auf 80,46 Dollar je Anteil, nachdem robuste US-Konjunkturdaten neuen Verkaufsdruck für Bonds mit sich gebracht hatten. Der ETF mit dem Ticker TLT hat mehr als die Hälfte seines Werts verloren, seit er 2020 ein Hoch erreicht hatte. Damals waren US-Staatsanleihen gesucht, nachdem die Federal Reserve die Zinsen auf nahezu null gesenkt hatte, um die Wirtschaft während der Covid-19-Pandemie über Wasser zu halten.

Der 2002 aufgelegte Fonds mit einem Volumen von 45 Milliarden Dollar war bei Anlegern ein beliebtes Instrument, um darauf zu setzen, dass der Anleihemarkt seinen Tiefpunkt erreicht haben dürfte. Eine Kombination aus Zinserhöhungen, hartnäckiger Inflation und Sorgen über eine zunehmende Neuverschuldung hat langlaufende Anleihen jedoch immer stärker unter Druck gesetzt.

«Bei diesem massiven Regimewechsel seit 2020 haben Anleger gelernt, dass etwas nicht allein deshalb risikoarm ist, weil ‘Treasuries’ daraufsteht», sagte Todd Sohn, leitender ETF-Stratege bei Baird Strategas. «Sie müssen verstehen, dass die Bondduration ein echtes Risiko darstellt und dies ein volatiles Anlageinstrument ist.»

Die jüngste Phase des Ausverkaufs spiegelt steigende Erwartungen wider, dass die US-Notenbank ihre Geldpolitik in den kommenden Monaten weiter straffen wird. Vertreter der Fed hatten in der vergangenen Woche die Kosten für Übernachtkredite erstmals seit 2023 angehoben.

Während der Renditeanstieg bei Anleihen mit kürzeren Laufzeiten in den jüngsten Handelssitzungen am stärksten ausgefallen ist, reagieren die Kurse langlaufender Anleihen besonders empfindlich auf steigende Zinsen. Das drückt die TLT-Anteile nach unten.

(Bloomberg)

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