Die Generika-Spezialistin Sandoz ist im ersten Halbjahr 2026 vor allem dank seines dynamischen Biosimilar-Geschäftes gewachsen. Im Generika-Geschäft hat das Unternehmen vor allem die Penicillin-Delle des ersten Quartals hinter sich gelassen. Der Ausblick für das Gesamtjahr wird bestätigt.
Die Einnahmen für die ersten sechs Monate beliefen sich auf knapp 5,8 Milliarden US-Dollar, wie der Konzern am Mittwoch mitteilte. Dies entspricht einem Plus von 10 Prozent. Zu konstanten Wechselkursen - sie sind Grundlage der Guidance - wären sie um 5 Prozent gestiegen.
Von den beiden Sparten entwickelte sich das Generika-Geschäft im ersten Halbjahr insgesamt stabil. Der Umsatz lag mit annähernd 3,9 Milliarden US-Dollar währungsbereinigt um 1 Prozent unter dem Vorjahresniveau, was vor allem auf Gegenwind im Geschäft mit Antibiotika-Wirkstoffen für andere Pharmaunternehmen im ersten Quartal zurückzuführen war.
Im zweiten Quartal kehrte das Segment jedoch auf den Wachstumspfad zurück und erzielte ein währungsbereinigtes Plus von 1 Prozent. Damit konnte Sandoz die Schwäche aus dem Jahresauftakt überwinden und die Entwicklung im Generika-Geschäft stabilisieren.
Biosimilars sehr dynamisch
Deutlich dynamischer entwickelte die kleinere Biosimilar-Sparte. Mit knapp 1,9 Milliarden Dollar setzte sie währungsbereinigt 20 Prozent mehr um. Vor allem in den USA sei das Geschäft mit den biologischen Nachahmern besonders gut gelaufen, heisst es in dem Communiqué. Entsprechend kletterten die US-Umsätze der Sparte um 47 Prozent. Mittlerweile tragen somit Biosimilars einen Rekordanteil von 33 Prozent zum Konzernumsatz bei.
Dabei wuchs die Sparte in allen Regionen. In Europa stützte etwa die Markteinführung des Augenmittels Afqlir. Aber auch bereits etablierte Biosimilars entwickelten sich stark. Derweil stützten die Markteinführungen von Wyost und Jubbonti im Juni 2025 das US-Geschäft. In den internationalen Märkten schob vor allem Rixathon, ein Biosimilar des Krebs- und Rheumamedikaments MabThera/Rituxan von Roche, die Einnahmen an.
Ausblick bestätigt
Auf Gewinnebene weist Sandoz für den Kern-Betriebsgewinn (Core EBITDA) 1,2 Milliarden US-Dollar aus. Die entsprechende Marge kam bei 20,9 Prozent zu liegen nach 20,0 Prozent im Vorjahreszeitraum.
Für das bereits angelaufene Geschäftsjahr bestätigt das Basler Unternehmen seine Prognose: So soll der Nettoumsatz währungsbereinigt im mittleren bis hohen einstelligen Bereich wachsen und die Kern-EBITDA-Marge soll 2026 um etwa 100 Basispunkte gesteigert werden - 2025 lag sie bei 21,7 Prozent.
(AWP)

