09:00
Der SMI startet am Mittwoch minim tiefer mit -0,09 Prozent, notiert wenige Minuten später jedoch im Plus bei 0,5 Prozent.
US-Präsident Trump hat angekündigt, die Waffenruhe mit dem Iran so lange zu verlängern, bis ein Vorschlag der stark gespaltenen iranischen Regierung vorliegt und die Gespräche auf die eine oder andere Weise abgeschlossen sind. Damit bleibt die diplomatische Hängepartie aber bestehen und die Strasse von Hormus weiter geschlossen. Die Märkte in Asien reagierten gemischt, während die US-Futures auf eine positive Eröffnung der Wall Street hindeuten. An den Ölmärkten zeigte sich noch keine Entspannung.
«Unter dem Strich ist zunächst die zweite Verhandlungsrunde gescheitert und die Märkte steuern wie Thelma & Louise auf eine massive globale Energieversorgungslücke zu», kommentierte ein Händler. Durch die verlängerte Waffenruhe bleibe aber immerhin die Hoffnung auf eine Fortsetzung der Gespräche und letztendlich ein Friedensabkommen. Insgesamt bleibe es ein «hochkomplexes und zähes» geopolitisches Schachspiel mit vielen Unsicherheiten.
Für ABB geht es nach den Quartalszahlen 5,7 Prozent aufwärts. Der Industriekonzern verbuchte einen Umsatz- und Auftragssprung im ersten Quartal und erhöhte den Jahresausblick. Der Nahostkonflikt hatte bislang keine Auswirkungen.
Alcon büsst derweil 1,5 Prozent ein, Sonova gar 5 Prozent. Der Konkurrent Cochlear hat seine Gewinnprognose drastisch gesenkt.
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08:30
Der Markt bleibe im «Schlagzeilen-Modus», heisst es in einem Kommentar. Es sei kein klarer Trend auszumachen, sondern eher eine taktische Rotation mit kurzfristigen Umschichtungen zwischen Safe Havens und zyklischen Währungen.
Die Daten zu den US-Einzelhandelszahlen von gestern haben derweil die Erwartungen übertroffen. Laut Marktteilnehmern zeugt dies von einer robusten Binnenkonjunktur bei gleichzeitg anhaltendem Inflationsdruck, was die Zinssenkungen der Fed schwieriger mache.
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08:00
Der SMI steht bei Julius Bär vorbörslich 0,6 Prozent höher.
Auffallend ist dabei der Kurssprung von ABB (+6 Prozent). Das Unternehmen hat den Umsatz im ersten Quartal 2026 deutlich gesteigert. Auch der Auftragseingang legte spürbar zu. Der Jahresausblick wird nun angehoben. Ebenfalls markant höher notieren Richemont (+1,1 Prozent). Roche bildet mit -0,6 Prozent klar das Schlusslicht.
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07:05
Trotz der von US-Präsident Donald Trump angekündigten Verlängerung der Waffenruhe mit dem Iran zeichnet sich an den Ölmärkten keine echte Entspannung ab. Die Nordseesorte Brent zur Lieferung im Juni kostete vor Trumps Ankündigung erstmals seit gut einer Woche wieder über hundert Dollar. Anschliessend gab der Preis etwas nach und lag zuletzt am Morgen wenig verändert bei 98,18 Dollar. Die Tendenz bei der US-Sorte WTI war ähnlich.
Zuvor hatte Trump mitgeteilt, auf Bitten Pakistans von weiteren Angriffen abzusehen, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreite und die Gespräche zu einem Ende kämen. Die Waffenruhe wäre sonst nach Trumps Angaben in der deutschen Nacht zu Donnerstag ausgelaufen. Trump hatte für diesen Fall mit schweren Angriffen auf den Energiesektor und die zivile Infrastruktur im Iran gedroht.
Eine Annäherung bei den Verhandlungen ist derweil nicht in Sicht. Bis zuletzt hatten sich Washington und Teheran nicht auf eine zweite Verhandlungsrunde einigen können - trotz der Bemühungen Pakistans, die Trump in seiner Ankündigung hervorhob. Die USA wollen zudem an ihrer Blockade des iranischen Seehandels festhalten, was Teheran als Hindernis für neue Gespräche wertet.
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06:10
Der SMI steht am Mittwoch vorbörslich 0,6 Prozent tiefer.
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05:00
Angetrieben von Technologie-Schwergewichten hat der japanische Leitindex Nikkei am Mittwoch ein Rekordhoch erreicht. Der 225 Werte umfassende Index legte um 0,5 Prozent auf 59.653,56 Punkte zu. Der breiter gefasste Topix notierte dagegen 0,6 Prozent niedriger bei 3747,63 Zählern.
Die Unsicherheit über die Friedensgespräche zwischen den USA und dem Iran dämpfte die Stimmung der Anleger. US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag erklärt, er werde die Waffenruhe mit dem Iran auf unbestimmte Zeit verlängern, um die Verhandlungen zur Beendigung des Konflikts fortzusetzen. Es blieb zunächst unklar, ob die Regierung in Teheran oder der US-Verbündete Israel der Verlängerung zustimmen würde.
Gefragt waren in Tokio vor allem der Technologieinvestor SoftBank Group mit einem Plus von 9,3 Prozent sowie der Chipanlagenbauer Advantest, dessen Papiere sich um 2,2 Prozent verteuerten. Zu den grössten Verlierern zählte Sapporo Holdings mit einem Abschlag von 6,1 Prozent. Die Brauerei hatte mitgeteilt, sich aus dem Geschäft mit Craft-Bier in den USA zurückzuziehen und die Marke Stone Brewing vier Jahre nach der Übernahme wieder zu verkaufen.
Zwar trieben einige Aktien aus den Bereichen Künstliche Intelligenz (KI), Rechenzentren und Halbleiter die Kurse an. Die Zahl der Gewinner sei insgesamt jedoch überschaubar, sagte Kensuke Togashi, Chefstratege bei Daiwa Asset Management. Dieses Muster scheine sich auch am Mittwoch fortzusetzen.
Die Börse Shanghai blieb fast unverändert bei 4086,59 Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen stagnierte bei 4772,99 Punkten.
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Der Dow Jones Industrial schloss 0,59 Prozent im Minus bei 49.149,38 Punkten. Im frühen Handel hatte er sich noch bis auf gut 150 Zähler der 50.000-Punkte-Marke genähert. Der Nasdaq 100 gab um 0,42 Prozent auf 26.479,47 Einheiten nach, während der marktbreite S&P 500 um 0,63 Prozent auf 7.064,01 Punkte fiel. Ein erneutes Rekordhoch gelang im Verlauf nur dem Nasdaq 100, während der Dow von seiner Bestmarke ohnehin noch etwas entfernt liegt.
In der Nacht zum Donnerstag mitteleuropäischer Sommerzeit sollte die 14-tägige Waffenruhe ursprünglich ablaufen. Kurz nach Börsenschluss teilte US-Präsident Donald Trump mit, er werde auf Bitten Pakistans von Angriffen absehen, bis die Führung im Iran einen geeinten Vorschlag unterbreite. Die wichtigsten US-Aktienfutures dämmten daraufhin ihre Verluste ein
Unter den sieben Tech-Riesen standen zwei besonders im Blick, und dies mit unterschiedlicher Tendenz: Apple fielen um 2,5 Prozent, nachdem der iPhone-Hersteller eine Ablösung des langjährigen Konzernchefs Tim Cook bekannt gegeben hatte. Amazon legten um 0,7 Prozent zu, nachdem der Onlinehändler eine vertiefte Partnerschaft mit dem OpenAI-Rivalen Anthropic bekanntgegeben hatte.
Bei Apple wird Cook den Chefsessel im September nach 15 Jahren an den Hardware-Chef John Ternus übergeben und an die Spitze des Verwaltungsrats wechseln. Anleger reagierten verunsichert, auch wenn sich Analysten in ersten Kommentaren gelassen zeigten. Mit dem Schritt werde die Kernstrategie und -vision des Unternehmens wohl beibehalten, doch das Potenzial für langfristige Veränderungen steige, schrieb etwa Morgan-Stanley-Analyst Eric Woodring.
Amazon will viel Geld in den KI-Entwickler Anthropic investieren. In einem ersten Schritt sollen 5 Milliarden Dollar in den KI-Chatbot Claude gestreckt werden, in weiteren Schritten könnten es bis zu 20 Milliarden Dollar mehr werden. Umgekehrt will Anthropic in den kommenden zehn Jahren mehr als 100 Milliarden Dollar für Halbleiter und Rechenleistung von Amazon ausgeben. Das Unternehmen will auf Chips mit dem Namen Trainium zurückgreifen, um seine KI-Modelle zu trainieren.
Im Dow setzten sich Unitedhealth nach überraschend starken Quartalszahlen mit sieben Prozent Plus an die Spitze. Der Krankenversicherer wurde für das Gesamtjahr optimistischer. Ausserdem sieht das Unternehmen Schwierigkeiten mit dem Vorhaben der Trump-Regierung, im nächsten Jahr Medikamente gegen Fettleibigkeit in die US-Krankenversicherung Medicare aufzunehmen. Konkurrent CVS Health erteilte dem bereits eine Absage. Dies lastete auf den Aktien von Eli Lilly , die in einem schwachen Pharma-Branchenumfeld fast zwei Prozent verloren.
Beim Mischkonzern 3M hatte es nach den Zahlen etwas gedauert, bis die Aktien eine klare Richtung einschlugen. Am Ende verloren sie knapp zwei Prozent. Das Unternehmen verfehlte mit seinem bereinigten Wachstum aus eigener Kraft die Erwartungen. Am Markt wurde dies als Zeichen gesehen, dass wirtschaftliche Turbulenzen den Sanierungsplan erschweren.
Bergab ging es in der Breite für Aktien von Luftfahrt- und Rüstungsunternehmen. Die Titel von RTX und GE Aerospace sanken um 4,4 respektive 5,6 Prozent, obwohl beide etwas optimistischer für das Gesamtjahr wurden. Anleger zeigten sich aber besorgt wegen einer Warnung vor den Risiken des Iran-Kriegs. Wie es hiess, schürten aktuell hohe Treibstoffpreise die Befürchtung, dass Fluggesellschaften dazu übergehen, ihre Kapazitäten reduzieren.
Für Gesprächsstoff sorgte noch ein Bericht, wonach die Deutsche Telekom einen Komplettzusammenschluss mit T-Mobile US erwägt. Die Titel von T-Mobile US reagierten darauf zuerst mit einem Sprung ins Plus, gingen aber dann mit einem Abschlag von 1,5 Prozent aus dem Handel. Die Nachrichtenagentur Bloomberg berichtete am Dienstag unter Berufung auf Kreise von der Idee, eine neue Holdinggesellschaft zu schaffen, die Gebote für die Aktien beider Unternehmen abgeben würde.
(cash/AWP/Reuters)

