08:00

Der SMI wird bei Julius Bär vorbörslich 0,06 Prozent tiefer indiziert. 17 von 20-SMI-Titeln sind im Minus. Höher sind einzig Holcim (3,8 Prozent) und Kühne+Nagel (2,8 Prozent) nach Quartalszahlen sowie Zurich Insurance (0,3 Prozent). Amrize (minus 1,2 Prozent) werden am Freitag ohne Dividende gehandelt.

Am breiten Markt steigen Inficon nach Zahlen 3,8 Prozent.

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06:15

Der SMI wird bei der IG Bank 0,8 Prozent tiefer indiziert. Am Vortag hatte der Leitindex 1,4 Prozent zugelegt.

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06:00

Die anhaltenden Spannungen im Nahen Osten und schwindende Hoffnungen auf einen baldigen Frieden haben die Anleger an den asiatischen Aktienmärkten am Freitag verunsichert. In Tokio legte der 225 Werte umfassende Nikkei-Index dennoch um 0,3 Prozent auf 59.343,40 ‌Punkte ⁠zu, während der breiter gefasste Topix 0,1 Prozent niedriger bei 3.711,51 Zählern notierte. Die Börse Shanghai verlor 0,4 Prozent auf 4.074,72 ⁠Stellen. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzhen fiel um 0,5 Prozent auf 4.763,40 Punkte.

In Japan rückten die wirtschaftlichen Folgen der Seeblockade in ‌der Strasse von Hormus durch den Iran in den Fokus. Die dadurch gestiegenen Energiekosten ‌heizen die Inflationssorgen an, auch wenn die Teuerungsrate im März ​dank staatlicher Subventionen auf 1,8 Prozent gesunken ist. Zu den Verlierern dieser Entwicklung zählten japanische Staatsanleihen, deren Renditen aus Furcht vor Zinsschritten der Bank of Japan (BOJ) stiegen. «Der kostentreibende Druck durch den Nahost-Konflikt dürfte die Preise nicht nur für Energie, sondern für eine breite Palette von Gütern in die Höhe treiben», sagte Masato Koike, Ökonom beim Sompo Institute Plus.

Auch in China dämpfte die geopolitische ‌Lage die Kauflaune, während die Regierung in Peking am Freitag mit dem Verkauf ultralanger Sonderstaatsanleihen im Volumen von 1,3 Billionen Yuan begann, um die heimische Wirtschaft zu stützen. Investoren schwankten weltweit zwischen der Hoffnung auf eine Waffenruhe und der Furcht vor einer weiteren Eskalation, ​nachdem die USA ein hartes militärisches Vorgehen gegen iranische Boote angekündigt hatten. «Die Anleger haben nur nach ​Ausreden gesucht, um bei passender Gelegenheit auf steigende Kurse zu setzen», sagte Vishnu ​Varathan, Chefstratege bei Mizuho, und fügte hinzu: «Ich glaube nicht, dass irgendjemand am Markt wirklich glaubt, dass dies in ein oder zwei Wochen vorbei sein wird.»

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05:30

Am Devisenmarkt ‌richteten sich die Blicke auf den japanischen Yen, der sich der Marke von 160 Dollar näherte und Spekulationen über eine baldige Intervention der Regierung in Tokio schürte. Im asiatischen Handel gewann der Dollar geringfügig auf 159,75 Yen und legte 0,1 Prozent auf 6,8345 ​Yuan zu. ​Zur Schweizer Währung rückte er etwas auf 0,7864 Franken vor. ⁠Parallel dazu blieb der Euro fast unverändert bei 1,1680 Dollar und zog leicht ​auf 0,9186 Franken an.

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05:00

Die anhaltende Blockade ⁠der für den globalen Handel wichtigen Strasse von Hormus durch iranische Truppen trieb die Ölpreise weiter in die Höhe. Am ‌Rohstoffmarkt verteuerte sich die Rohöl-Sorte Brent aus der Nordsee um 0,7 Prozent auf 105,83 Dollar je Barrel (159 Liter). Das US-Öl WTI notierte 0,6 Prozent fester bei 96,44 Dollar.

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01:30

Der Chipkonzern Intel übertrifft dank der boomenden Halbleiter-Nachfrage im Zuge des KI-Ausbaus deutlich die Wall-Street-Erwartungen. Im vergangenen Quartal habe man sogar zuvor abgeschriebene Lagerbestände noch verkaufen können, sagte Finanzchef David Zinsner dem US-Sender CNBC. Auch habe Intel Preissteigerungen durchsetzen können.

Die Aktie stieg im nachbörslichen US-Handel bis 19 Prozent.

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01:00

Nach den jüngsten Rekordmarken einiger Indizes war die Luft an den US-Aktienmärkten am Donnerstag vorerst raus. Anleger blieben vorsichtig, weil die Waffenruhe im Iran-Krieg auf der Kippe bleibt. Im Verlauf belastete ein Bericht über Machtkämpfe im Iran, doch die Situation blieb unklar. Bei Technologiewerten stand die Berichtssaison im Mittelpunkt - mit Licht in der Chipbranche und Schatten im Softwaresektor.

Der Dow Jones Industrial ging 0,36 Prozent tiefer bei 49.310,32 Punkten aus dem Handel. Wie schon in den vergangenen Tagen war er der einzige Index, der keinen Rekord aufstellen konnte. Nach zwischenzeitlich erreichten Bestmarken sackten aber auch die beiden anderen US-Leitindizes ins Minus: Der marktbreite S&P 500 gab um 0,41 Prozent auf 7.108,40 Punkte nach. Der Nasdaq 100 verlor 0,57 Prozent auf 26.782,63 Punkte.

US-Präsident Donald Trump gibt dem Iran Berichten zufolge nur noch wenige Tage Zeit für einen Vorschlag zur Beendigung des Krieges. Für Unsicherheit sorgten weitere Angriffe und Drohungen gegen Schiffe in der Strasse von Hormus, aber auch ein Bericht des israelischen Nachrichtensenders N12 über einen Rücktritt des iranischen Parlamentssprechers Mohammad Baqer Qalibaf. Belastend wirkte, dass dieser im Dialog mit den USA eine Schlüsselrolle inne hat. An der Nachricht kamen wegen anderslautender Stimmen aber schnell Zweifel auf.

Im Softwaresektor kochten am Donnerstag alte Bedenken um die Auswirkungen Künstlicher Intelligenz wieder hoch, gepaart mit der Befürchtung einer bremsenden Wirkung des Iran-Krieges. Die Titel von ServiceNow prägten das schlechte Branchenbild mit einem Kurseinbruch um fast 18 Prozent. Das Unternehmen hatte die Anleger mit seinen Quartalszahlen enttäuscht und wegen des Nahost-Konflikts von Nachfrage-Verzögerungen berichtet.

Die Sorgen mischten sich mit den KI-Bedenken, die viele Sektorwerte in den vergangenen Monaten schon belastet hatten. Ein Erholungsversuch, der bislang im April stattgefunden hatte, erlitt auch anderswo im Softwarebereich einen deutlichen Rückschlag. Die Titel von Microsoft , Salesforce , Oracle und Adobe sackten um 4 bis 8,7 Prozent ab.

Die KI-Bedenken zeigten sich im Technologiebereich auch bei IBM, die Titel rutschten hinter Salesforce als zweitgrösster Dow-Verlierer auch um mehr als acht Prozent ab. Dem IT-Riesen gelang es nicht, mit seinen Zahlen zum ersten Quartal die Bedenken von Investoren wegen möglicher Störeffekte durch KI-Lösungen auszuräumen.

Positiv gegenüber standen im Tech-Sektor die Chipwerte, angetrieben von Texas Instruments mit einem Kurssprung um 19,4 Prozent. Der Halbleiterhersteller profitierte in Zeiten des KI-Booms von den Ausgaben für Rechenzentren und meldete nicht nur ein starkes Quartal, sondern erfreute auch mit einem starken Jahresausblick. Bank of America riet daraufhin zum Kauf der Aktien

Neben Microsoft der zweitgrösste Verlierer unter den «Magnificent 7» war Tesla. Nach der Ankündigung des Elektroautobauers, dass die Investitionen nochmals massiv erhöht werden, um sich neue Geschäftspotenziale im Bereich der Künstlichen Intelligenz zu erschliessen, büsste der Kurs 3,6 Prozent ein.

Im Dow wurden auch Honeywell und American Express zur Belastung, indem die Aktien nach den vorgelegten Zahlen um 2,6 respektive 4,3 Prozent fielen. Am breiten Markt ergab sich nach den Resultaten von American Airlines bei Fluggesellschaften eine Erholung, die allerdings wegen zeitweise wieder anziehender Ölpreise etwas an Schwung verlor.

Gut da standen nach Bekanntgabe von über den Erwartungen liegenden Quartalszahlen Comcast . Freundlich zeigten sich auch Werte aus dem Telekom-Sektor, der am Vortag stark unter Druck gestanden hatte. Die Titel von T-Mobile US erholten sich um 2,7 Prozent von den jüngsten Verlusten, die von einem Bericht über eine mögliche Kombination mit der Deutschen Telekom ausgelöst worden waren.

(cash/Reuters/AWP)

Daniel Hügli
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