«Der Börsengang ist vorerst ausgesetzt, ⁠aber nicht abgesagt», sagte Konzernchef Jean-Paul Alary dem «Handelsblatt» vom Donnerstag.

Der ‌Verwaltungsrat habe das Management aber gebeten, sich ‌dafür bereitzuhalten, «dass es jederzeit losgehen ​kann». Er fügte hinzu: «Ein Börsengang 2026 ist weiterhin möglich – sofern die Marktbedingungen den Erwartungen der Aktionäre entsprechen.» Später als 2026 sei aber auch denkbar.

KNDS hatte seine Börsenpläne Anfang ‌Juli wegen eines Abschwungs bei Rüstungsaktien verschoben. Inzwischen haben sich die Kurse vieler Rüstungsunternehmen von ihrem Einbruch erholt. Der französische Staat ​und die in der Wegmann-Holding zusammengeschlossenen deutschen ​Eigentümerfamilien, die je 50 Prozent der ​Anteile an KNDS halten, wollen bei dem Börsengang je zehn Prozent ‌abgeben.

Mit der Verschiebung hatte sich auch der geplante Einstieg der deutschen Staatsbank KfW bei dem Panzerbauer verzögert. Dem ​Bund ​geht es darum, die ⁠gleichen Einflussrechte zu haben wie Frankreich.

KNDS war ​2015 aus dem ⁠Zusammenschluss des deutschen Unternehmens Krauss-Maffei Wegmann (KMW) mit der französischen staatlichen ‌Nexter Systems entstanden. Der Rüstungskonzern profitiert massiv von der Aufrüstung in Europa. Im vergangenen Jahr erwirtschaftete ‌KNDS einen Umsatz von 4,4 Milliarden ​Euro, 16 Prozent mehr als 2024.

(Reuters)