Dadurch erhält die Behörde grössere Freiheiten, in die Bündelung von Programmen wie Excel, Teams oder dem KI-Assistenten Copilot mit anderen Produkten einzugreifen. Sie begründete ihren Vorstoss damit, dass der US-Konzern eine beherrschende Stellung bei Betriebssystemen und Office-Anwendungen habe. Gleichzeitig erschwere Microsoft es Kunden, zu anderen Anbietern zu wechseln.
«Unternehmen sollten die Möglichkeit haben, die für sie am besten geeigneten Produkte auszuwählen, Anbieter nach Belieben zu wechseln und Dienstleistungen verschiedener Provider zu kombinieren», sagte CMA-Chefin Sarah Cardell. Microsoft betonte dagegen, dass alle Produkte so gestaltet seien, dass sie zusammen mit Diensten von Mitbewerbern genutzt werden könnten. Die endgültige Entscheidung über eine verschärfte Regulierung in Grossbritannien soll im Februar fallen.
Die CMA mahnte darüber hinaus an, dass Microsoft und Amazon Web Services (AWS) bei ihren Cloud-Dienstleistungen verbliebene Barrieren beim Anbieterwechsel sowie bei der parallelen Nutzung von Rechenzentren unterschiedlicher Betreiber beseitigen müssen. Die beiden Unternehmen haben bereits Wechselgebühren gestrichen und verbinden ihre Rechenzentren mit denen von Drittanbietern. Die Behörde behalte sich vor, bei Bedarf formelle Untersuchungen wegen möglicher Wettbewerbsbehinderungen im Cloud-Geschäft einzuleiten.
(Reuters)

