Sie begrenzten den Bau neuer Wohnungen und verschärften damit die Wohnungsknappheit, heisst es in einem am Mittwoch veröffentlichten Bericht zu staatlich beeinflussten Preisen. Konkret nennt der vom Nationalrat in Auftrag gegebenen Bericht unter anderem Zonenplanung, baurechtliche Vorgaben sowie Einsprachen und Verzögerungen bei Bewilligungsverfahren. Diese begrenzten das Neubauvolumen und erhöhten die Hürden für neue Anbieter. Die Auswirkungen auf die Preise stuft der Bericht als «preiserhöhend» ein.

Das fällt für die Haushalte stark ins Gewicht: Auf Nettomieten oder Hypothekarzinsen für den Hauptwohnsitz entfallen im Durchschnitt gut 21 Prozent der Konsumausgaben. Bei Mieterhaushalten sind es rund 32 Prozent.

Als mögliche Gegenmassnahmen nennt der Bericht eine höhere bauliche Ausnutzung von Grundstücken sowie schnellere Bewilligungsverfahren. Dadurch könnte mehr Wohnraum entstehen und der Preisdruck mittel- bis langfristig nachlassen, wie es hiess.

Unmittelbar neue Massnahmen plant der Bundesrat allerdings nicht. Im Mietwohnungsmarkt sowie bei Post und Medikamenten liefen bereits Arbeiten an regulatorischen Anpassungen, argumentierte die Regierung. Diesen wolle sie nicht vorgreifen und sehe deshalb derzeit keinen zusätzlichen unmittelbaren Handlungsbedarf.

(AWP)