In einer Umfrage der Stiftung Familienunternehmen in ⁠sieben EU-Staaten gaben 83 Prozent der Betriebe an, regulatorische Belastungen ‌würden ihre Investitionen in wichtigen Bereichen ‌hemmen. Das gehe zulasten der ​Digitalisierung und IT, der Expansion in neue Märkte, der eigenen Infrastruktur und der Ausbildung der Mitarbeiter. Die sogenannten Compliance-Kosten, um sich rechtskonform zu verhalten, ‌übersteigen bei besonders vielen Unternehmen in Deutschland und Schweden die Marke von sieben Prozent des Umsatzes, nämlich bei ​34 beziehungsweise 28 Prozent der befragten ​Firmen.

Für die Studie wurden ​2100 Manager, rund 80 Prozent davon Familienunternehmen aller Grössen in ‌Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, den Niederlanden, Polen und Schweden befragt. An das EU-Versprechen, bei der Bürokratie für ​Entlastung ​zu sorgen, glauben nur ⁠wenige Firmen, am wenigsten in ​Deutschland. Nötig sind aus ⁠Sicht der Manager schnellere Genehmigungsverfahren, niedrigere Arbeitskosten, ‌flexiblere Arbeitsmärkte und mehr Wachstum. Das könnte dann zu mehr Investitionen führen. Wettbewerbsfähige und besser ‌verknüpfte Energiemärkte nennen vor allem grössere ​Unternehmen als entscheidend.

(Reuters)