Die Meinung der Analysten ist klar: Calida hat die Schätzungen quasi durchwegs verfehlt und sogar unerwartet einen Verlust erlitten. «Ein schwacher Zahlenausweis mit Umsatzrückgängen bei allen Marken», fasst es Vontobel zusammen. Zwar wurde der Margenausblick bestätigt, angesichts des herausfordernden Umfelds in Deutschland und Frankreich sehe dieser aber ambitioniert aus.
Der Ausstieg aus dem Verlustgeschäft Cosabella markiere derweil das Ende einer wertvernichtenden Eigentümerschaft, so Vontobel weiter. Die ZKB rechnet mit einem tiefen Verkaufspreis.
Zudem komme die Trennung zu einem schlechten Zeitpunkt, so die ZKB. Die Experten hatten trotz der operativen Schwierigkeiten eine Chance in der US-Marke gesehen, neben Calida eine Marke für jüngere Kunden zu betreiben. Dafür hätte es jedoch hohe Investitionen und Zeit gebraucht, hiess es. Von der noch anstehenden Telefonkonferenz erhofft sich die ZKB entweder eine Bestätigung oder ein Dementi von Verkaufsabsichten für die Calida-Gruppe.
(AWP)

