Der Austausch knüpfe an die jüngsten ⁠konstruktiven Gespräche über die Grundzüge eines für beide Seiten vorteilhaften Handelsabkommens an, teilte Carney am Sonntag ‌auf der Online-Plattform X mit. Ein solches Abkommen werde ‌Arbeitsplätze schaffen, Produkte erschwinglicher machen und ​die Sprachen, Kultur und Souveränität Kanadas uneingeschränkt respektieren. «Unsere Teams werden nun in den kommenden Wochen daran arbeiten, dieses Ergebnis zu erzielen», schrieb Carney. Trump zufolge hat die US-Regierung «das Konzept eines sehr guten Abkommens». Details zu einem neuen Handelsabkommen ‌nannte er jedoch nicht.

Er habe in den vergangenen Tagen mit Carney über Handelsfragen gesprochen, sagte der US-Präsident in Dubuque, im US-Bundesstaat Iowa, vor der Presse. «Ich ​habe gestern noch einmal mit ihm gesprochen, und wir haben ​das Konzept eines Abkommens, das grossartig für unsere ​Landwirte und grossartig für unser Land sein wird, und damit werden wir gut zurechtkommen.»

Die ‌beiden Nachbarländer liegen seit Monaten in einem Handelsstreit und haben einander mit Zöllen in Milliardenhöhe belegt. Die Zölle sind vor den US-Zwischenwahlen am Dienstag in einigen nördlichen ​US-Grenzstaaten ​wie Michigan und Maine zu einem ⁠Wahlkampfthema geworden.

Trump, der unter schlechten Umfragewerten leidet, ​hatte vergangene Woche erklärt, ein ⁠Handelsabkommen mit Kanada stehe kurz bevor. Die Regierung in Ottawa hatte jedoch ‌zuvor trotz der Bemühungen um eine Lockerung der Zölle auf Stahl und Autos lediglich von begrenzten Fortschritten bei den Gesprächen berichtet. Kommende ‌Woche finden in den USA Zwischenwahlen zum Senat und zum ​Repräsentantenhaus statt. Trumps Republikaner könnten in beiden Kammern des Kongresses ihre Mehrheit verlieren.

(Reuters)