Caterpillar und Co. - Zollstreit setzt Baumaschinen-Herstellern zu

US-Hersteller von Bulldozern und anderen schweren Baumaschinen bekommen einer Studie zufolge zunehmend negative Folgen der von Präsident Donald Trump entfachten Handelskonflikte zu spüren.
23.03.2019 06:00
Caterpillar ist der weltgrösste Hersteller von Baumaschinen mit Hauptsitz in Peoria, Illinois.
Caterpillar ist der weltgrösste Hersteller von Baumaschinen mit Hauptsitz in Peoria, Illinois.
Bild: Bloomberg

Unternehmen erhöhen ihre Preise, verlieren Umsatz und bauen zum Teil sogar Arbeitsplätze ab, wie aus einer Analyse des Instituts IHS Markit im Auftrag des Branchenverbands AEM heisst. Demnach dürften sich die gestiegenen Kosten und die Störung der Lieferketten allmählich in der Gesamtwirtschaft auswirken und im nächsten Jahrzehnt dazu führen, dass die Preise für Fertigwaren schrittweise anziehen und die Beschäftigung gedrosselt wird.

Scott Hazelton, ein Co-Autor der Untersuchung, sagte, die Zölle würden die Produktionskosten für Baumaschinen- und Nutzfahrzeug-Ausrüstung in den USA in diesem Zeitraum um sechs bis sieben Prozent nach oben treiben. Betroffen sind der Weltmarktführer Caterpillar und Branchengrössen wie Alamo Group und Terex Corp. Caterpillar musste nach eigenen Angaben im vorigen Jahre wegen Zöllen eine Belastung von 100 Millionen Dollar verdauen. Trump hatte unter anderem auf Stahl- und Aluminium-Importe Zölle verhängt.

Der Studie zufolge sind Hersteller von schweren Ausrüstungsmaschinen vor allem hohen Stahlpreisen ausgesetzt. In Bezug auf den gesamten verwendeten Stahl - sowohl von Produzenten als auch von Zulieferern - macht das Material 18,5 Prozent der Kosten einer landwirtschaftlichen Maschine aus und 25,8 Prozent bei Bergbaumaschinen. "Wenn Sie ein inländischer Produzent sind, befinden Sie sich in der Zwickmühle zwischen dem Wegstecken höherer Kosten oder einer Preiserhöhung samt potenziellem Geschäftsverlust", sagte Hazelton.

(Reuters)

Ausgewählte Produkte auf AEM

Investment-Ideen von Julius Bär