Über ein Gemeinschaftsunternehmen sollen über die kommenden fünf Jahre mehr als sieben Milliarden US-Dollar (rund sechs Mrd. Euro) investiert werden, wie das Unternehmen mit Sitz im texanischen Houston bekannt gab. Die Produktion solle verglichen mit 2026 mehr als verdoppelt werden - auf rund 600.000 Barrel pro Tag. Ein Barrel umfasst rund 159 Liter.

Im Detail wurden dem Gemeinschaftsunternehmen Petroindependencia, an dem Chevrons Tochtergesellschaft zu 49 Prozent beteiligt ist, die Rechte zur Erschliessung von zwei Ölfeldern im sogenannten Orinoco-Gürtel zugeteilt. Dadurch könne der Konzern seine Produktion von Schweröl hochfahren.

Chevron verspricht sich neben einer im Vergleich zu den USA lukrativeren Ölproduktion «verbesserte steuerliche, kommerzielle und rechtliche Rahmenbedingungen, die nachhaltige und wettbewerbsfähige Langzeitinvestitionen fördern sollen».

Chevron ist nach eigenen Angaben seit 1923 in Venezuela aktiv. Vor wenigen Tagen hatte Trump einen Deal bekanntgegeben, nach dem sich die Vereinigten Staaten riesige Ölvorkommen in dem südamerikanischen Land sichern. Dabei ging es nach der Darstellung des Präsidenten um die «mehrheitliche Kontrolle» über mehr als 65 Milliarden Barrel an Ölreserven, was rund einem Fünftel der geschätzten Vorkommen Venezuelas entspräche.

(AWP)