Sollte Paris an der Regelung festhalten, will Peking Schritte zum Schutz chinesischer Unternehmen ergreifen. Frankreich müsse die Umsetzung des Gesetzes gegen Ultra-Fast-Fashion umgehend stoppen, sagte eine Sprecherin des chinesischen Handelsministeriums am Donnerstag. Die Regelung sei handelshemmend und offensichtlich diskriminierend. Frankreich werde zudem die volle Verantwortung für die Folgen tragen, sollte die Regierung an der Regelung festhalten.
Frankreich erhebt seit Dienstag einen Aufschlag auf Kleidungsstücke aus sogenannter Ultra-Fast-Fashion. Dieser soll in den kommenden Jahren schrittweise steigen und kann 2030 bis zu 19,50 Euro pro Kleidungsstück betragen. Die Abgabe darf dabei höchstens die Hälfte des Nettopreises des jeweiligen Artikels ausmachen.
Die französische Regierung begründet das Gesetz mit den Folgen der besonders schnell wechselnden und günstigen Modeangebote für Umwelt und Wirtschaft. China wirft Paris dagegen vor, Einwände aus Peking ignoriert und damit bei betroffenen chinesischen Unternehmen erhebliche operative Verluste zu verursachen.
(AWP)

