Die Gewinne der Industrieunternehmen stiegen im Vergleich zum Vorjahresmonat ⁠um 4,2 Prozent, wie aus Daten des Nationalen Statistikbüros (NBS) vom Montag hervorgeht. Im ‌Juli hatte das Plus noch ‌bei 11,2 Prozent gelegen. In ​den ersten acht Monaten des Jahres legten die Gewinne um 15,7 Prozent zu, nach einem Anstieg von 17,6 Prozent im Zeitraum von Januar bis Juli. Die Statistik erfasst Unternehmen ‌mit einem Jahresumsatz von mindestens 20 Millionen Yuan (2,98 Millionen Dollar) aus ihrem Hauptgeschäft.

Während der Boom bei Künstlicher Intelligenz (KI) die Gewinne ​in der Technologiebranche antrieb, haben Unternehmen ​in anderen Sektoren wegen der Kaufzurückhaltung ​und Überkapazitäten zunehmend Schwierigkeiten, ihre Preismacht zu behaupten. So sprangen die Gewinne bei ‌der Herstellung von Computern, Kommunikations- und anderen elektronischen Geräten in den ersten acht Monaten um 110 Prozent in die ​Höhe. ​Dagegen verzeichnete die Wein-, Getränke- ⁠und Teeindustrie einen Gewinneinbruch von 34,7 Prozent. ​Um die schwache ⁠Nachfrage im Inland auszugleichen, setzen viele Fabriken auf den ‌Export. Dies birgt jedoch angesichts geopolitischer Spannungen und der wachsenden internationalen Kritik an Chinas Handelsüberschuss das ‌Risiko, die Abhängigkeit des Landes von Ausfuhren weiter ​zu vertiefen.

(Reuters)