Wie die Zollbehörde in Peking mitteilte, stiegen die Ausfuhren im August um 25 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat und erreichten damit ungefähr die Erwartungen einiger Analysten. Die Importe blieben mit einem Plus von 28,2 Prozent leicht hinter der Prognose der Marktexperten zurück.
China erwirtschaftete damit einen deutlichen Handelsüberschuss von rund 119,1 Milliarden US-Dollar (derzeit etwa 102,5 Milliarden Euro). Angetrieben vom Autoexport und dem boomenden Geschäft mit Künstlicher Intelligenz ist die zweitgrösste Volkswirtschaft der Welt damit auf dem Weg zu einem ähnlich hohen Überschuss wie im Vorjahr. Damals war ein Rekordwert von 1,2 Billionen US-Dollar erreicht worden.
Deutschland importiert mehr und exportiert weniger
Wichtige Handelspartner Chinas wie die EU und die USA kritisieren das Ungleichgewicht. Nach Deutschland exportierte die Volksrepublik im August 9,8 Prozent mehr als noch im Vorjahresmonat. In der Gegenrichtung ist der Trend umgekehrt: Die chinesischen Importe aus der Bundesrepublik sanken um 9,7 Prozent.
Die regelmässig veröffentlichten Daten wurden wenige Wochen vor einem anberaumten Treffen zwischen Chinas Staatschef Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump in Washington publik. Der Republikaner hatte Xi während seiner Peking-Reise im Mai für den 24. September ins Weisse Haus eingeladen. Der Handelsstreit zwischen den politisch, wirtschaftlich und militärisch mächtigen Nationen dürfte bei dem Treffen ein zentraler Punkt sein.
(AWP)

