«Wir haben das fünfte Quartal ‌in ⁠Folge ein Wachstum von mehr als 20 Prozent verzeichnet», sagte ⁠Rene Haas, der Chef des Chipdesigners Arm, am Mittwoch. Die Lizenzeinnahmen seien sogar um 50 ‌Prozent gestiegen. Der Ausblick für das laufende ‌Vierteljahr blieb jedoch im Rahmen der ​Markterwartungen, worauf Anleger enttäuscht reagierten. Dies drückte die in den USA notierten Aktien des britischen Unternehmens nachbörslich rund drei Prozent ins Minus.

Arm steigerte die Erlöse in den vergangenen drei Monaten überraschend deutlich um 27 ‌Prozent auf 1,44 Milliarden Dollar. Darin enthalten sind Lizenzeinnahmen in Höhe von 773 Millionen Dollar, die Vorauszahlungen für die Nutzung der Chip-Architektur beinhalten. Der ​Gewinn stieg um ein Drittel auf 0,52 Dollar ​je Aktie und übertraf die Analystenprognosen ​ebenfalls. Für das laufende Quartal stellte das Unternehmen einen Umsatz zwischen 1,535 und 1,545 Milliarden ‌Dollar sowie einen Gewinn zwischen 0,52 und 0,60 Dollar je Aktie in Aussicht.

Viele Technologiekonzerne entwickeln derzeit eigene Spezialprozessoren für Künstliche Intelligenz (KI). Dabei ​setzen sie ​meist auf die Entwürfe des ⁠Chipdesigners Arm, der im Gegenzug Lizenz- und ​Nutzungsgebühren erhält. Halbleiter auf Basis ⁠dieser Architektur gelten als besonders energieeffizient und finden sich in ‌fast allen Smartphones. Inzwischen bietet Arm auch komplette KI-Prozessoren an. Im laufenden Geschäftsjahr 2026/2027 erwarte er einen Umsatz mit ‌diesen Chips in Höhe von zwei Milliarden Dollar, sagte ​Konzernchef Haas in einem Interview mit der Nachrichtenagentur Reuters.

(Reuters)