Der Schritt ist eine Reaktion auf den zunehmenden Druck durch Streaming-Rivalen und den Ausleseprozess der Branche. Während angestammte Medienfirmen versuchen, mit Anbietern wie Netflix mitzuhalten, dürfte der 110 Milliarden Dollar schwere Kauf von Warner Bros Discovery durch Paramount Skydance den Wettbewerb weiter verschärfen. Comcast, dessen Cash-Flow stark vom Kabelgeschäft abhängt, verliert zudem Breitbandkunden an Mobilfunkanbieter wie T-Mobile und Verizon sowie an Konkurrenten, die ihre Glasfasernetze ausbauen.
«Der Deal, den wir ankündigen, wird einen unternehmerischeren Managementansatz ermöglichen und viele neue Möglichkeiten für jedes Geschäft eröffnen», sagte der Chairman und Co-Chef von Comcast, Brian Roberts. Die neue Firma um NBCUniversal soll künftig Mike Cavanagh, der derzeitige Co-Chef von Comcast, leiten. Der frühere Finanzchef Michael Angelakis wird als Chef zum verbleibenden Kabelgeschäft von Comcast zurückkehren.
Die Comcast-Aktionäre sollen nach Abschluss der Transaktion Aktien beider Unternehmen halten. Der Konzern selbst will bis zu einem Jahr lang einen Anteil von bis zu 19,9 Prozent an der neuen Medienfirma behalten. Dieser Anteil solle zu einem späteren Zeitpunkt veräussert werden, hiess es weiter.
(Reuters)

