Zudem wurde die Jahresprognose erhöht und eingegrenzt. Gegen 10.30 Uhr steigen die Aktien in einem leicht rückläufigen Gesamtmarkt um 4,1 Prozent auf 341,60 Franken. Damit haben die Titel aber bereits einen guten Teil der Anfangsgewinne schon wieder abgegeben (Tageshoch 348 Fr.).

Die Comet-Titel sind bis zum Vorabend seit Anfang Jahr um beinahe 46 Prozent gestiegen und haben den Gesamtmarkt (+11 Prozent) damit klar abgehängt. Allerdings haben die Branchennachbarn VAT (YTD +60 Prozent) und Inficon (YTD +79 Prozent) in diesem Zeitraum noch stärker zugelegt.

Getrieben wurden die Halbleiterzulieferer von der KI-Euphorie. Zuletzt bremsten allerdings Finanzierungssorgen im Techsektor. Am Berichtstag notieren VAT (-3,8 Prozent) und Inficon (-3,4 Prozent) sowie AMS Osram (-6,1 Prozent) aufgrund der schlechten Branchenstimmung klar im Minus.

«Sehr starke» Ergebnisse

Die Analysten loben beim Quartalsupdate von Comet insbesondere den deutlich über den Erwartungen liegenden Auftragseingang und die angehobenen Jahresziele. Berenberg bezeichnet die Ergebnisse als «sehr stark» und erwartet, dass die Gewinnschätzungen für 2026 um 10 bis 15 Prozent steigen. Zudem sei ein wesentlicher Teil des Auftragsbestands bereits für Auslieferungen bis weit ins Jahr 2027 vorgesehen.

Die ZKB sieht in der angehobenen EBITDA-Guidance einen Beleg für das Margenpotenzial. Mit der optimierten Kostenstruktur und der neuen Fabrik in Malaysia könne das Unternehmen bei steigenden Umsätzen die Profitabilität deutlich verbessern.

Zudem sei die Aktie im Vergleich zu Inficon und VAT unterbewertet und weise Aufholpotenzial auf. Auch Vontobel spricht von einem wieder «attraktiven Einstiegszeitpunkt» und stuft die Aktie von «Hold» auf «Buy» hoch.

(AWP)