Corona-Krise - Adecco-Gruppe führt in der Schweiz teilweise Kurzarbeit ein

Auch der Personaldienstleister Adecco Group ist von den wirtschaftlichen Folgen des Coronavirus betroffen.
26.03.2020 12:44
Der Hauptsitz der Adecco-Gruppe an der Bellerivestrasse in Zürich.
Der Hauptsitz der Adecco-Gruppe an der Bellerivestrasse in Zürich.
Bild: cash

In der Schweiz werde daher in Teilbereichen Kurzarbeit eingeführt, sagte eine Sprecherin auf Anfrage der Nachrichtenagentur AWP. Wie viele der gut 650 fest angestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter betroffen sein werden, könne derzeit aber noch nicht abgeschätzt werden.

Die Sprecherin betonte ausserdem, dass es in Teilbereichen viel Arbeit gebe. "Wir haben sehr viele Anfragen nach Temporären in den Segmenten Medizin, Lebensmittelindustrie, Onlinehandel und punktuell auch aus der Industrie", so Annalise Job, Leiterin Kommunikation bei der Adecco Gruppe Schweiz weiter.

Es werde versucht, diesen Bedarf mit Leuten zu decken, die sonst in anderen Branchen tätig seien. Denn natürlich ruhe das Geschäft in gewissen Sektoren, etwa dem Gastro- oder Eventbereich.

Lob für Bundesrat

Erfreut ist der Personaldienstleister, dass der Bundesrat während der Coronakrise Kurzarbeit nun auch für Temporäre ausnahmsweise erlaube. "Es ist sehr hilfreich, dass die Firmen ihre Temporären im Vertrag lassen können", so Sprecherin Job.

Dies sei positiv für die einzelnen Mitarbeitenden, weil sie weiterhin einen Lohn erhalten. Es werde aber auch helfen, das Herauffahren der Wirtschaft nach der Krise zu beschleunigen. "Denn nach einer Krise braucht es temporäre Angestellte erfahrungsgemäss am dringendsten."

Wie viele Temporäre von Kurzarbeit betroffen sein werden, ist laut Annalisa Job aber noch nicht abschätzbar. Insgesamt vermitteln die zur Adecco Gruppe zählenden Firmen in der Schweiz jährlich rund 23'000 temporäre Mitarbeitenden.

(AWP)

 
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