Corona-Krise - Aryzta prüft alle strategischen und finanziellen Optionen

Der Backwarenkonzern Aryzta prüft sämtliche strategischen und finanziellen Optionen. Dazu wurde als Berater Rothschild & Co engagiert, wie das Unternehmen am Mittwoch mitteilte.
13.05.2020 22:04
Ein Bäcker macht Brote für Aryzta.
Ein Bäcker macht Brote für Aryzta.
Bild: ZVG

Die Strategieüberprüfung geschieht zur Maximierung des Nutzens aller Stakeholder. Sie soll bis Ende Juli 2020 abgeschlossen sein.

Erst vor gut einer Woche hatte das Unternehmen wegen der Auswirkungen der Coronakrise verschiedene Massnahmen zur Kostensenkung angekündigt. Mit verschiedenen Geldgebern konnte der verschuldete Konzern zudem eine Änderung der finanziellen Zusicherungen erreichen.

Die Gruppe hat ausserdem Massnahmen getroffen, um den Barmittelbestand zu sichern. Daher habe sich die Situation bei der Liquidität verbessert, hiess es damals. Per Ende April verfügte Aryzta über liquide Mittel von 385 Millionen Euro.

Temporäre Schliessung von Produktionsstandorten

Die Massnahmen zur Senkung der Kosten beinhalten unter anderem die temporäre Schliessung von insgesamt acht Produktionsstandorten, drei davon in Europa und fünf in Nordamerika. Man habe somit einen "aktiven Kapazitätsabbau entsprechend der Nachfrage" betrieben und auch etwa 30 Prozent des Personals beurlaubt.

Darüber hinaus kürzte sich das Management für die nächsten drei Monate das Gehalt und nützt Unterstützungsmassnahmen von Regierungen wie Kurzarbeit.

Für eine Stellungnahme zur aktuellen Mitteilung war am Abend niemand von Aryzta zu erreichen.

(AWP)