Corona-Medikament - US-Staatsanwälte werfen Gilead bei Remdesivir Preistreiberei vor

Mehr als 30 US-Generalstaatsanwälten verdächtigen Gilead, dem Hersteller des Medikaments Remdesivir zur Behandlung von Covid-19-Patienten, den Preis des Mittels in die Höhe zu treiben.
05.08.2020 06:27
Das Gilead-Mittel Remdesivir war eins der ersten Mittel, welches gegen Covid-19 Wirkung zeigte.
Das Gilead-Mittel Remdesivir war eins der ersten Mittel, welches gegen Covid-19 Wirkung zeigte.
Bild: imago images / Fotoarena

Dies tun sie in einem Brief an die US-Gesundheitsbehörden am Dienstag (Ortszeit) kund. Gilead habe "keinen angemessenen Preis für Remdesivir festgelegt und sollte nicht von der Pandemie profitieren und mehr tun, um mehr Menschen zu helfen", hiess es in dem Schreiben. Der Pharmakonzern berechnet den meisten Patienten 3120 Dollar für eine Behandlungsserie oder 520 Dollar pro Ampulle.

In dem Schreiben forderten die Staatsanwälte die US-Regierung auf, Remdesivir an Dritthersteller zu lizenzieren, um die Produktion zu steigern und die Kosten zu senken. Im vergangenen Monat hatte der Hersteller Cipla seine generische Version von Remdesivir mit 53,34 Dollar pro Ampulle bewertet, was ungefähr einem Zehntel des US-Preises entspricht. Gilead-Aktien fielen nach Bekanntwerden der Informationen um 1,4 Prozent.

(SDA)

 
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