Credit Suisse steigert im ersten Quartal Gewinn

Die Credit Suisse erhöht im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015 ihren Reingewinn gegenüber dem Vorjahr um 23 Prozent. Dies liegt im Rahmen der Prognosen.
21.04.2015 06:32
Im ersten Quartal 2015 eine Milliarde Franken verdient: Credit Suisse.
Im ersten Quartal 2015 eine Milliarde Franken verdient: Credit Suisse.
Bild: ZVG

Die Schweizer Grossbank Credit Suisse hat im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2015 einen Konzerngewinn von 1'054 Millionen Franken erzielt nach 859 Millionen im Vorjahr. Der Analysten-Konsens lag im Vorfeld im ähnlichen Bereich bei 1,079 Milliarden Franken. Der konzernweite Vorsteuergewinn beträgt 1'538 Mio nach 1'400 Mio im Vorjahr. Die Gesamterträge des Konzerns lagen mit 6,67 Mrd ebenfalls knapp in den Erwartungen.

In der Sparte Investmentbanking schnitt die CS im Vergleich zu den letzten Quartal überdurchschnittlich ab und verbuchte für das Auftaktquartal einen Vorsteuergewinn von 945 Mio. Dies nach einem Verlust von 265 Mio im Vorquartal und einem Gewinn von 827 Mio im ersten Quartal 2014. In der Division habe die Ertragssteigerung im Wertpapierverkauf und -handel den schwachen Jahresauftakt im Emissions- und Beratungsgeschäft kompensiert, teilte die Bank am Dienstag mit. Von AWP befragte Analysten waren für die Investmentbank im Durchschnitt von einem Vorsteuergewinn von 983 Mio ausgegangen.

Entwicklung im Wealth Management Clients besonders erfreulich

Im Private Banking & Wealth Management (PB&WM) schloss die CS mit einem Vorsteuergewinn von 834 Mio CHF knapp entsprechend der Erwartungen ab. Die besonders erfreuliche Entwicklung im Bereich Wealth Management Clients habe sich positiv auf das Ergebnis ausgewirkt, hiess es. Netto konnte in der gesamten Division ein Neugeldzufluss von 17 Mrd CHF erzielt werden - nach einem Abfluss in der Höhe von 3,0 Mrd im vierten Quartal 2014 und einem Zufluss von 13,7 Mrd im Vorjahr. Die verwalteten Vermögen der Gruppe betrugen in Schweizer Franken Ende März 1'374 Mrd CHF nach 1'377 Mrd Ende Dezember.

Bezüglich Kapitalisierung machte die Bank gemessen an der harten Kernkapitalquote (CET1 nach Basel III) keine Fortschritte: Die Kennzahl ging im Vergleich zum Stand Ende des letzten Quartals um 10 Basispunkte auf 10,0% zurück.

Beim Sparprogamm waren die Fortschritte ebenfalls relativ bescheiden: Der Stand liegt neu bei 3,6 Mrd CHF, bei einem ursprünglich anvisierten Ziel von über 4,5 Mrd CHF bis Ende 2015 (Basis 2011) bzw. einem Stand von 3,5 Mrd CHF per Ende Dezember. Das Ziel dürfte bis Ende Jahr nicht mehr erreicht werden, hiess es am Dienstag. Daher wurde es angepasst auf 4,0 Mrd bis 4,25 Mrd. Es werde Gegenwind in Form von höheren Risiko-, Compliance- und regulatorischen Kosten in beiden Divisionen erwartet, hiess es dazu.

Sparprogramm wurde bestätigt

Die jüngst angekündigten zusätzlichen Einsparungen von rund 200 Mio bis Ende 2017, indem im Private Banking & Wealth Management die Kostenbasis in Franken und die Ertragsbasis besser aufeinander abgestimmt werden sollen, wurde indes bestätigt.

Mit Blick in die Zukunft gibt sich Konzernchef Dougan, der Ende Juni den Konzern verlässt, optimistisch: "Die gute Geschäftsentwicklung im ersten Quartal hat sich im zweiten Quartal bisher fortgesetzt, und auch die Ergebnisse im Emissions- und Beratungsgeschäft haben sich verbessert", sagt er gemäss Mitteilung. Man halte an den Kapital- und Leverage-Zielen fest und strebe im laufenden Jahr "weitere Fortschritte bei der Umsetzung unserer strategischen Initiativen" an.

Das veränderte Währungs- und Zinsumfeld nach dem SNB-Entscheid, den Mindestkurs aufzuheben, wirkt sich laut Management indes nur begrenzt auf die Ergebnisse aus. Dies, "dank der Massnahmen, die wir nach der Ankündigung der Schweizerischen Nationalbank rasch ergriffen hatten, sowie einer Zunahme der Marktaktivität", wie es hiess. Die lancierten Massnahmen hätten zudem zu höheren Erträgen im Bereich Wealth Management Clients geführt.

(AWP)