CS und UBS fehlen bei der Super-Bond-Platzierung

Verizon kauft die verbleibende Beteiligung an Verizon Wireless. Um das Partnerunternehmen ausbezahlen zu können, platziert die Käuferin Anleihen in Rekordhöhe. Das allerdings ohne die beiden Schweizer Grossbanken.
12.09.2013 08:10
Von Lorenz Burkhalter
CS und UBS fehlen bei der Super-Bond-Platzierung
Bild: Bloomberg

Schon die Übernahme des Vodafone-Anteils an der gemeinsamen Mobilfunktochter für 130 Milliarden Dollar durch Verizon gehört ins Buch der Superlativen. In die Geschichte wird allerdings vor allem die zur Finanzierung notwendige Anleihenemission eingehen. Verizon will sich bei Investoren bis zu 50 Milliarden Dollar leihen.

Die Konsortialbanken veröffentlichten am Dienstag die offizielle Preisspanne. Unter den bisher genannten Banken sind so prominente Vertreter wie die Bank of America Merrill Lynch, JP Morgan, Morgan Stanley oder Barclays Capital zu finden. Die UBS und die Credit Suisse sucht man hingegen vergebens. Vermutlich spielen die beiden Schweizer Grossbanken im ganzen Emissionsprozess nur eine untergeordnete Rolle.

Verizon stösst Rekordhalter Apple vom Thron

Berichten der Nachrichtenagentur Bloomberg zufolge treffen sich die mit der Anleihenplatzierung beauftragten Banken in den kommenden Tagen in Begleitung von Vertretern von Verizon mit Investoren. Abgestützt auf Informationen von einer mit der Situation betrauten Person sind nicht nur Treffen in Nordamerika, sondern auch solche in Europa geplant. Als Veranstaltungsorte werden London, Edinburgh, Amsterdam, Paris und Frankfurt genannt.

Dass der US-Telekommunikationskonzern Verizon und seine Banken unter Erfolgsdruck stehen, hat seinen Grund: Bislang hielt Apple mit einem Emissionsvolumen von 17 Milliarden Dollar den Rekord. Die geplante Anleihenplatzierung erreicht nahezu das Dreifache Volumen.

Gerüchtehalber sind bei den beauftragten Banken mittlerweile Zeichnungen im Umfang von über 85 Milliarden Dollar eingegangen. Und die Bücher sind noch immer offen. Helfen dürfte der Umstand, dass im bisherigen September in Übersee kaum Firmenanleihen emittiert wurden. Ausserdem verfügen die Firmenverantwortlichen von Verizon über einen guten Ruf und einen überzeugenden Leistungsausweis. Dass die Anleihenplatzierung ein Erfolg wird, ist deshalb so gut wie sicher.

Die beiden Schweizer Grossbanken gehören nicht zum erlauchten inneren Kreis, wenn Verizon in den nächsten Tagen Geschichte schreiben wird.