Das brachte der Januar den Banken

Die ersten Monate des Jahres zählen zu den wichtigsten für die Bankenbranche. Barclays Capital hat deshalb den Januar unter die Lupe genommen und berichtet von verschiedenen Überraschungen.
10.02.2014 08:58
Von Lorenz Burkhalter
Gerade im Handelsgeschäft rechnen die Analysten von Barclays Capital im Jahresverlauf mit einer Belebung.

In Bankkreisen gilt das erste Quartal saisonal betrachtet als das stärkste des ganzen Jahres. Die Analysten von Barclays Capital blicken deshalb auf die Entwicklung des Investment Bankings vom Januar zurück. In einem Kommentar wissen sie gleich von mehreren Überraschungen zu berichten: Stark sei vor allem der Aktienhandel ausgefallen, nicht aber der Handel mit Aktienderivaten. Und auch im Geschäft mit Firmenübernahmen sei es im Vergleich zum Vorjahr zu grösseren Verschiebungen gekommen. Alles in allem seien die Trends im Investment Banking recht verhalten, so die Analysten.

Der Januar sei vor allem im Aktienhandel von einer Belebung geprägt gewesen. Die Handelsaktivitäten hätten im Jahresvergleich um 16 Prozent zugenommen. Anders hingegen das Geschäft mit Aktienderivaten, bei welchem das Handelsvolumen um gut 40 Prozent eingebrochen sei. Insgesamt sei das laufende Jahr im Aktienhandel das bisher beste seit fünf Jahren.

Belebung im Handelsgeschäft erwartet

Als durchzogen bezeichnen die Analysten hingegen das Geschäft mit Firmenübernahmen und Fusionen. Zwar hätten die Anzahl der frisch angekündigten Transaktionen gegenüber dem Vorjahr um 18 Prozent zugenommen. Bei den abgeschlossenen Firmenübernahmen und Fusionen seien die Volumen allerdings um 30 Prozent eingebrochen. Für gewöhnlich gehöre der Januar in diesem Bereich zu den traditionell unbedeutendsten Monaten des Jahres, weshalb der Rückgang nicht besorgniserregend sei.

Auch der Handel mit Festverzinslichen, Devisen und Rohstoffen sei im Jahresvergleich rückläufig gewesen. Barclays Capital errechnet in diesem Geschäftsbereich einen Volumenrückgang um 13 Prozent. Der Anleihenhandel sei um 3 Prozent unter Vorjahr, das Geschäft mit Anleihenemissionen sogar um 22 Prozent gefallen. Vergleichsweise widerstandsfähig habe sich hingegen der um 2 Prozent rückläufige Rohstoffhandel präsentiert.

Die Analysten rechnen im Jahresverlauf mit einer weiteren Belebung im Handelsgeschäft sowie im Geschäft mit Firmenübernahmen und Fusionen. Dieses habe die Talsohle in den letzten Monaten durchschritten und werde sich alleine schon aufgrund der noch immer ungewöhnlich bescheidenen Transaktionsvolumen beleben.