Das sagen Analysten zum UBS-Resultat

Die UBS-Quartalsresultate, die am Montag überraschend veröffentlicht wurden, stossen bei Branchenexperten überwiegend auf Wohlwollen.
22.07.2013 09:59
Marktbeobachter sind überrascht wegen der guten UBS-Zahlen.
Marktbeobachter sind überrascht wegen der guten UBS-Zahlen.
Bild: Bloomberg

Die UBS habe im zweiten Quartal deutlich besser als erwartet abgeschnitten, schreibt die ZKB in einem Kurzkommentar. Zu begrüssen sei auch, dass im Rechtsstreit in den USA mit der Federal Housing Finance Agency (FHFA) eine grundsätzliche Einigung erzielt worden sei. Dabei seien die gesamten Kosten durch bereits gebildete Rückstellungen abgedeckt.

Auch die Analysten der Bank Vontobel schreiben von "starken vorläufigen Ergebnissen" der UBS. Insbesondere beim bereinigten Gewinn vor Steuern und dem Nettoneugeldzufluss in der Sparte Wealth Management habe die Bank den Marktkonsens deutlich überboten. Am Markt wurde mit einem bereinigten Vorsteuergewinn von 1,23 Mrd CHF gerechnet, die UBS erreichte 1,89 Mrd.

Aber auch die Kapitalisierung sei mit einer "sehr starken" Basel-III-Kernkapitalquote über Erwarten gut ausgefallen, so der Vontobel-Analyst weiter. Mit der auf die Vermögensverwaltung ausgerichteten Strategie sowie dank der hohen Kapitalisierung sei in den kommenden Jahren mit attraktiven Dividendenausschüttungen zu rechnen. Die Bank Vontobel bestätigt für die UBS das 'Buy'-Rating mit dem Kursziel von 19 CHF.

Auch die Analysten der Bank J. Safra Sarasin bestätigen ihre 'Kauf'-Empfehlung für die UBS. Das Geschäft habe sich im zweiten Quartal solide entwickelt und auch die Lösung im US-Rechtsstreit sei für das Institut positiv, so der Kommentar.

Händler zeigten sich derweil über die vorzeitige Veröffentlichung erster Eckdaten überrascht und meinten, es spreche einiges dafür, dass die im frühen Handel erzielten Kursavancen im weiteren Tagesverlauf noch ausgebaut werden können.

Die UBS hat im zweiten Quartal 2013 trotz Kosten für einen US-Rechtsstreit deutlich mehr verdient als ein Jahr zuvor. Der Reingewinn kletterte auf rund 690 Millionen Franken von 425 Millionen Franken, wie die größte Schweizer Bank am Montag auf Basis vorläufiger Zahlen überraschend mitteilte. Der operative Vorsteuergewinn betrug 1,02 Milliarden Franken gegenüber 951 Millionen Franken im Vorjahresquartal und 1,45 Milliarden Franken im ersten Quartal 2013.

(AWP/cash)