Die vom Ölpreisschock angetriebene Inflation in den USA hat sich im August auf hohem Niveau stabilisiert. Waren und Dienstleistungen verteuerten sich erneut um 3,4 Prozent zum Vorjahresmonat, wie das Arbeitsministerium am Freitag in Washington mitteilte. Von Reuters befragte Volkswirte hatten dies so erwartet. Von Juli auf August zogen die Verbraucherpreise um 0,4 Prozent an. Ökonomen hatten auch mit diesem Wert gerechnet. In ersten Reaktionen hiess es dazu:
Elmar Völker, LBBW:
«Alles in allem steigt damit der Druck auf die Notenbank Fed, ihren Leitzins am kommenden Mittwoch erstmals seit Sommer 2023 anzuheben. Ein Zinsschritt kann zwar nicht als ausgemachte Sache gelten, aber die heute veröffentlichten Inflationszahlen könnten doch den entscheidenden Ausschlag gegeben haben.»
Bastian Hepperle, Bethmann Hal:
«Alle Daten für den anstehenden Zinsentscheid der Fed liegen jetzt auf dem Tisch. Der noch moderate Monatsanstieg der Kernrate spricht eher für ein Abwarten, andere Entwicklungen deuten auf weiterhin erhöhte Inflationsrisiken hin. Manches FOMC-Mitglied wird seine Positionierung in den nächsten Tagen wohl noch anpassen. Die Würfel für oder gegen eine Zinserhöhung sind damit noch nicht gefallen.»
Ralf Umlauf, Helaba:
«Abseits von Nahrungsmitteln und Energie ergab sich ein über den Erwartungen liegendes Plus. Die Kern-Jahresrate steht aber wie im Vormonat bei 2,4 Prozent. Alles in allem fallen die Zahlen kaum höher aus als vom Konsens erwartet. Die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed-Sitzung in der kommenden Woche dürften dennoch unterstützt bleiben. »
(Reuters)

