Die deutsche Automobilindustrie blickt mit Sorge auf den anhaltenden Handelsstreit zwischen den ‌USA ⁠und Kanada sowie auf die jüngsten Zolldrohungen ⁠von US-Präsident Donald Trump. Dieser hatte angekündigt, die Zölle auf ‌Pkw, Nutzfahrzeuge sowie Autoteile und Stahl ‌aus Kanada Anfang ​2027 auf 50 Prozent anzuheben. Zahlreiche deutsche Zulieferer unterhalten Produktionsstätten in Kanada und beliefern von dort aus die USA, wie der Verband der Automobilindustrie (VDA) ‌am Dienstag erklärte. Darüber hinaus investieren deutsche Hersteller in Kanada in die Batterietechnologie. Umgekehrt werden Fahrzeuge ​aus den USA nach Kanada exportiert.

Die Branche ​sei auf funktionierende Handelsbeziehungen angewiesen. «Ständige ​Änderungen bei Zöllen und Handelsregeln sowie immer neue Drohungen ‌schaffen Unsicherheit und belasten Investitionen», erklärte der Verband.

Die Handelsgespräche zwischen den beiden Staaten waren am Freitag ​gescheitert, ​wofür sich beide ⁠Seiten gegenseitig die Schuld gaben. Trump ​ordnete unmittelbar danach ⁠Zölle von 50 Prozent auf kanadische Waren ‌im Wert von rund 20 Milliarden Dollar an, darunter Wein, Möbel, Milchprodukte und ‌Kleidung. Kanadas Ministerpräsident Mark Carney kündigte ​am Wochenende Gegenmassnahmen an. 

(Reuters)