«Aufgrund des veränderten Zinsumfelds und gestiegener Bareinlagen entwickelt sich das Treasury-Ergebnis besser als ursprünglich erwartet», kommentierte Finanzvorstand Jens Schulte am Mittwoch nach Börsenschluss die Quartalsergebnisse von Deutsche Börse. «Wir heben daher unsere Prognose für das Gesamtjahr 2026 an und erwarten nun ein Treasury-Ergebnis von mehr als 0,7 Milliarden Euro sowie gesamte Nettoerlöse von mehr als 6,4 Milliarden Euro.» Das operative Ergebnis (Ebitda) sollte sich auf mehr als 3,8 Milliarden Euro belaufen. Bislang hatte der Vorstand einen Anstieg der Nettoerlöse ohne Treasury-Ergebnis auf rund 5,7 Milliarden Euro sowie ein EBITDA ohne Treasury-Ergebnis auf rund 3,1 Milliarden Euro in Aussicht gestellt.
Der Frankfurter Börsenbetreiber steigerte die Nettoerlöse ohne Treasury-Ergebnis, die zentrale operative Steuerungsgrösse, im zweiten Quartal um neun Prozent auf 1,4 Milliarden Euro, inklusive des Ergebnisses aus der Anlage von Kundengeldern (Treasury) in Höhe von 205 Millionen Euro beliefen sich die Nettoerlöse auf 1,6 Milliarden Euro. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) kletterte um 13 Prozent auf 775 Millionen Euro, inklusive des Treasury-Ergebnisses lag das Plus bei zehn Prozent auf 980 Millionen Euro. Das den Anteilseignern zuzurechnende Periodenergebnis verbesserte sich um zwölf Prozent auf 569 Millionen Euro.
«Im zweiten Quartal hat unsere Gruppe ihre strukturelle Wachstumskraft erneut unter Beweis gestellt», zog Schulte Bilanz. «Während sich die Handelsvolumina nach dem volatilen März in einigen Bereichen erwartungsgemäss normalisiert haben, verzeichnen wir in sechs unserer acht Geschäftsbereiche teils deutliches Erlöswachstum.»
(Reuters)

