Sowohl der Euro wie der Dollar notierten konkret zuletzt Ende April auf diesem hohen Niveau. Über die Gründe für die Frankenschwäche rätseln Marktteilnehmer. Die nach wie vor moderate Entspannung im Nahen Osten ist sicherlich ein Grund, weshalb der sichere Hafen Schweiz etwas weniger gefragt ist. Die heute publizierten Inflationsdaten haben auch zu keiner Stärkung der Frankennachfrage geführt.
Ebenso hatte SNB-Präsident Schlegel jüngst wenig Neues zu berichten, schrieben die Devisenexperten der Commerzbank in einem Kommentar. Seine jüngsten Äusserungen bekräftigten im Wesentlichen die bekannte Botschaft, dass die SNB zunehmend bereit sei, am Devisenmarkt einzugreifen.
Obwohl Schlegel die durch steigende Energiepreise verursachte Unsicherheit als grösser einschätzte, gehe die SNB weiterhin von einer gewahrten Preisstabilität aus. Deshalb erwarten die Commerzbank-Experten nach wie vor, dass die SNB ihren Leitzins in den kommenden Monaten unverändert belässt, was bedeutet, dass diese Politik voraussichtlich keine wesentlichen Kursbewegungen des Franken zur Folge haben wird.

