Konkret belief sich die Inflation im Berichtsmonat August auf 0,8 Prozent gegenüber 0,2 Prozent im Vorjahresmonat, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Donnerstag mitteilte. Im Vergleich zum Juli zogen die Preise für Schweizer Konsumgüter um 0,45 Prozent an.

Ökonomen erwarteten für den Berichtsmonat eine Jahresteuerung in der Schweiz auf Basis der Konsumentenpreise (CPI) von 0,5 bis 0,6 Prozent. Den bisher höchsten Stand erreichte die Teuerung in diesem Jahr im Februar mit 0,6 Prozent.

Das Ziel der Schweizerischen Währungshüter ist es, die Inflation in einem Band von null bis zwei Prozent zu halten. Damit hat sich die Teuerung im August rasch dem Mittelwert angenähert. Die SNB gewährleistet Preisstabilität, indem sie für angemessene monetäre Rahmenbedingungen sorgt. 

Thomas Gitzel, Chefökonom der VP Bank, erklärte in einer ersten Stellungnahme: «Zwar ist der Inflationssprung wesentlich auf den neuerlichen Anstieg der Energiepreise zurückführen, doch auch unter Herausrechnung dieser und der Nahrungsmittelpreise (Kernrate) ist ein moderater Anstieg der Inflationsrate von 0,3 Prozent auf 0,4 Prozent zu verzeichnen.»

Die SNB komme unter Zugzwang, so Gitzel von der VP Bank weiter. Eine Inflationsrate von 0,8 Prozent wolle nicht zu einem leicht negativen Saron passen. «Eine Zinserhöhung der SNB ist mit der heutigem Datenpunkt jedenfalls wahrscheinlicher geworden. Zwar ist die SNB in Anbetracht der in absoluter Betrachtung noch immer verhältnismässig niedrigen Teuerung nicht in akuten Nöten, doch die Preisrisiken haben sich auch in der Schweiz auf die Oberseite verlagert. Eine Zinsanhebung im Dezember ist nicht völlig ausgeschlossen», so der Chefökonom der VP Bank.

(cash)