Diese Aktie hat den Leidensweg wohl verlassen

Die Aktie einer grossen Schweizer Versicherungsgruppe macht Anstalten, ihre seit Monaten beobachtete Talfahrt zu beenden. Zumindest aus charttechnischer Sicht sind ihr höhere Kurse so gut wie sicher.
25.10.2013 08:43
Von Lorenz Burkhalter
Die Zurich Insurance Group hat es in den kommenden Wochen selber in der Hand, ob der Leidensweg der eigenen Aktionäre vorüber ist.

Während die übrigen Schweizer Versicherungsaktien von einem Jahreshöchststand zum nächsten kletterten, fristete die Aktie der Zurich Insurance Group bislang ein Mauerblümchendasein. Grund waren die Negativschlagzeilen der letzten Monate.

Über die letzten Tage hat sich die Aktie aber bis an den seit den Jahreshöchstständen von Mitte Mai entstandenen Abwärtstrend vorgearbeitet. Gelingt ihr der Sprung über 245 Franken, wäre die Talfahrt ausgestanden.

Zumindest aus charttechnischer Sicht stünde einem Vorstoss zurück in die Region von 258 bis 260 Franken nichts mehr im Wege. Mit etwas Fantasie lässt sich bei 230 Franken ein sogenannter «Doppelter Boden» ausmachen. Auch dieser spricht für ein rasches Ende der Talfahrt.

Zwei gute Chancen das verlorene Anlegervertrauen zurück zu gewinnen

Ob die Aktie der Zurich Insurance Group nicht doch wieder in altes Fahrwasser zurückfällt, hängt vor allem vom Unternehmen selber ab. Denn es verfügt über gleich zwei gute Chancen, das in den letzten Monaten verlorene Vertrauen der Anleger zurück zu gewinnen.

Am 14. November steht beim Versicherungskonzern die Veröffentlichung der Neunmonatszahlen an. Geht es nach den Analysten, könnte das Unternehmen nach mehreren Ergebnisenttäuschungen in Folge endlich mal wieder mit guten Zahlen aufwarten. Der in der ersten Wochenhälfte vom US-Rivalen Travelers für das zurückliegende Quartal veröffentlichte Quartalsbericht gibt jedenfalls Anlass zu Hoffnung.

Dasselbe gilt für den diesjährigen Investorentag vom 5. Dezember. Nach dem Freitod von CFO Pierre Wauthier und dem anschliessenden Rücktritt von Verwaltungsratspräsident Josef Ackermann ist der Verwaltungsrat um den Nachfolger Tom de Swaan mehr denn je gefordert. Analysten schliessen deshalb nicht aus, dass die Zurich Insurance Group Anfang Dezember zum strategischen Rundumschlag ausholt. Auch in diesem Zusammenhang ist für Fantasie gesorgt.