Das Geschäft der deutschen «Shop Apotheke» mit eingelösten Arzt-Rezepten boomt. Nach einem Umsatzzuwachs von 56 Prozent im Geschäft mit rezeptpflichtigen Medikamenten in Deutschland im dritten Quartal erhöhte die niederländische Muttergesellschaft Redcare Pharma am Montag zum zweiten Mal die Umsatzprognose für das laufende Jahr.
Der Konzernumsatz werde um 16 bis 18 Prozent auf 3,41 bis 3,47 (2025: 2,94) Milliarden Euro zulegen. Dabei werde Redcare im Rezept-Geschäft in Deutschland 730 bis 760 Millionen Euro umsetzen, bisher hatte man maximal 720 Millionen erwartet. Das wäre ein Wachstum von 45 bis 51 Prozent. Die Titel der Online-Apotheke schnellten um mehr als neun Prozent nach oben an die Spitze des Kleinwerte-Index SDax.
Das europaweite Geschäft mit rezeptfreien Arzneimitteln und Medizinprodukten, das weiter den grössten Teil des Umsatzes ausmacht, werde wie geplant um zehn bis zwölf Prozent zulegen. Die Umsätze hätten sich nach einem schwächeren Juli in den beiden Folgemonaten spürbar erholt, hiess es in der Mitteilung.
Redcare Pharmacy bestätigte die Erwartung einer bereinigten operativen Umsatzrendite (Ebitda-Marge) von 2,5 bis 3,0 Prozent. Das wäre in der neuen Umsatzspanne ein operatives Ergebnis (Ebitda) von 85 bis 104 (2025: 57,4) Millionen Euro. Im dritten Quartal habe die bereinigte Ebitda-Marge in etwa auf dem Niveau des zweiten Quartals von 3,5 Prozent gelegen.
(Reuters)

