Der Dollar-Index trat am Freitag bei 99,20 Punkten auf der Stelle. Der Euro gab 0,1 Prozent auf 1,1646 Dollar nach. Anleger erhofften sich von Warsh neue Hinweise auf die weitere Zinspolitik der US-Notenbank. Analysten sehen allerdings kaum Chancen auf konkrete Signale.
«Warsh hat in den letzten Wochen deutlich gemacht, dass er nichts von Forward Guidance hält, und daher gehe ich nicht davon aus, dass er dies nun bereits aufweichen wird, um irgendwelche Hinweise für den September zu geben», schreibt Commerzbank-Analyst Volkmar Baur in einem Kommentar.
Einige Vertreter der US-Notenbank Fed drängten angesichts der anhaltend hohen Inflation zuletzt auf eine Zinserhöhung. An den Finanzmärkten wird bislang mit einer weiteren Zinspause im September gerechnet. Sollte es zu einer falkenhaften Überraschung mit einem Hinweis auf eine Zinsanhebung kommen, würde dies den Dollar sicherlich deutlich stützen, prognostizierte Baur.
Zuletzt war der Dollar ins Hintertreffen geraten, nachdem US-Finanzminister Scott Bessent angekündigt hatte, dass das Finanzministerium den Rückkauf längerfristiger Anleihen ausweiten werde, um den jüngsten Renditeanstieg am Bondmarkt zu bremsen. Anleger fürchteten, dass Massnahmen zur Senkung der Kreditkosten den Dollar entwerten könnten. Auf Monatssicht hat der Dollar-Index rund 0,7 Prozent an Wert eingebüsst.
(Reuters)

