Während die Aktienkurse von Halbleiterproduzenten in Asien purzeln, erhält VAT am heutigen Dienstag Rückendeckung aus den USA. Gleich zwei Kurszielerhöhungen sorgen bei den St.Gallern für Freude: Citigroup hebt ihr Ziel von 730 auf 850 Franken an, Goldman Sachs von 719 auf 766 Franken. Dies sorgt für Rückenwind an einem für Halbleiter-Aktien schwierigen Handelstag. Die VAT-Papiere verlieren zwar rund 2,5 Prozent auf 606,80 Franken, haben sich aber schnell vom Tagestief bei 586,80 Franken erholt.
Beide US-Finanzinstitute bestätigen damit ihre Kaufempfehlungen. Die Zahlen für das zweite Quartal haben sowohl bei Citigroup als auch bei Goldman Sachs zu positiven Revisionen der Auftragseingänge geführt. Citigroup erhöht ihre Schätzungen um 13 bis 17 Prozent, Goldman Sachs um 9 respektive 5 Prozent für die Jahre 2026 und 2027. Die Umsatzprognosen heben beide um bis zu 4 Prozent an. Bei den Margenschätzungen gehen die Meinungen jedoch auseinander: Während Goldman Sachs diese senkt, erhöht Citigroup sie weiter.
Angesichts der stark steigenden Investitionen von Hyperscalern und Halbleiterherstellern sind Analystinnen und Analysten positiv gegenüber VAT eingestellt: Elf der 19 Experten raten zum Kauf, sechs zum Halten und zwei zum Verkauf. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei rund 715 Franken - das entspricht einem Aufwärtspotenzial von über 17 Prozent.
Die Aktien des Vakuumventil-Herstellers haben sich seit September 2025 mehr als verdoppelt. Damit einher ging ein markanter Bewertungsanstieg: Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) stieg von 29x - damals ein 3-Jahres-Tief - auf über 54x. Der Bewertungsrekord lag bei 58x im Jahr 2023. Zwar hat diese Hausse zu einem Anstieg der Verkaufsempfehlungen geführt, paradoxerweise aber auch zu mehr Kaufempfehlungen. Vor einem Jahr rieten nur sieben Analystinnen und Analysten zum Kauf.
(cash)
