Drohende Blase - Investoren sehen Rekord-Überbewertung an den Aktienmärkten

Die Überbewertung an den Aktienmärkten ist laut der Mehrheit der Fondsmanager höher als damals bei der Dotcom-Blase.
16.06.2020 14:27
Der berühmte Wall Street Bulle im Finanzviertel von New York steht für steigende Kurse an der Börse.
Der berühmte Wall Street Bulle im Finanzviertel von New York steht für steigende Kurse an der Börse.
Bild: imago images / Travel-Stock-Image

Eine Rekordzahl an Investoren glaubt derzeit, dass die Aktienmärkte überbewertet sind.  Das geht aus einer Studie der Bank of America hervor. Beim Global Manager Survey handelt es sich um eine vielbeachtete Umfrage unter Wall Street Investoren.

Insgesamt gehen 78 Prozent der Befragten von einer Überbewertung so stark wie seit dem Start der Umfrage 1998 an den Märkten aus. Die Investoren gehen davon aus, dass die Blase an den Börsen grösser sei als beim Dotcom-Crash 1999/2000.

Bank of America befragte 212 Fonds- und Hedgefonds-Manager mit einem verwalteten Vermögen von insgesamt 598 Milliarden Dollar.

Das sind die wesentlichen Ergebnisse der Studie:

  • 53 Prozent der Befragten sagen, dass die jüngste Aktien-Rally eine Bärenmarkt-Rally war.
  • Lediglich 18 Prozent erwarten eine V-förmige Erholung der Wirtschaft. Die meisten gehen von einer U- oder W-förmigen Erholung aus.
  • Die grösste Angst der Investoren (49 Prozent) ist die Gefahr einer zweiten Infektionswelle.
  • 72 Prozent der Befragten gaben an, dass die US-Tech-Aktien und Wachstumsaktien die meistgesuchtesten Werte sind.

(cash)