Eine Wette auf die Zurich-Dividende

Ein Anbieter von strukturierten Produkten bietet eine Wette auf die zukünftige Dividendenpolitik des Versicherungskonzerns Zurich an. Weshalb Anleger sich dieses «Struki» durchaus anschauen sollten.
10.04.2014 08:14
Von Lorenz Burkhalter
Mit einem Konstrukt von Leonteq lässt sich auf die zukünftige Dividendenpolitik der Zurich Insurance Group wetten.

Leonteq hat sich in den letzten Jahren einen Namen als innovativer Anbieter strukturierter Produkte gemacht. Nun bietet die ehemalige Tochtergesellschaft von EFG International ein börsengehandeltes Konstrukt (Valorennummer 23403391, Zeichnungsschluss 25. April 2014) an, mit dem Anleger an der zukünftigen Dividendenpolitik der Zurich Insurance Group partizipieren können.

Das Produkt kommt zu 15,85 Franken auf den Markt und läuft bis zum 18. Dezember 2017. Am Verfallsdatum erhalten die Anleger jenen Betrag zurück, den der Versicherungskonzern im Kalenderjahr 2017 als Dividende ausschüttet.

Die Zurich Insurance Group muss also mindestens 15,85 Franken je Aktie ausschütten, ansonsten zahlen die Anleger drauf. Eine bis 2017 stabile Dividende von 17 Franken entspräche auf Verfall einer Rendite von 7,3 Prozent oder 2,09 Prozent pro Jahr.

Zumindest stabile Dividende zu erwarten

Im Zuge der Finanzkrise war der Versicherungskonzern in den Jahren 2007 und 2009 jeweils zu einer Kürzung der Dividende gezwungen. Mittlerweile konnte sich die Zurich Insurance Group fangen. Das Unternehmen schüttet den Aktionären seit nunmehr vier Jahren in Folge eine Dividende von 17 Franken je Aktie aus.

Das entsprach zuletzt rund 80 Prozent des Jahresgewinns, was den Spielraum für eine noch grosszügigere Dividendenpolitik erheblich einschränkt. Die im Laufe des letzten Jahres eingeleiteten Kosteneinsparmassnahmen und die am langen Ende der Zinskurve schon heute höheren Zinsen, lassen für die Zukunft höhere Jahresgewinne vermuten. Dazu kommt die Wahrscheinlichkeit eines höheren Ergebnisbeitrags der US-Tochter Farmers.

Zurich-Aktie selber als Alternative

Für die nächsten Jahre prognostizieren die meisten Analysten aber zumindest eine Dividende von 17 Franken je Aktie.

Auf diese Schätzungen abgestützt, nimmt die Zurich-Aktie mit einer Rendite von 6,7 Prozent mit Abstand den Spitzenplatz unter den SMI-Komponenten ein. Damit bietet sich die Dividendenperle selber als Alternative zum strukturierten Produkt von Leonteq an. Anders als das Konstrukt unterliegt die Aktie vermutlich jedoch deutlich stärkeren Kursschwankungen, was Anleger nicht ausser Acht lassen sollten.