Der Einkaufsmanagerindex (PMI) legte deutlich zu und übertraf die Erwartungen klar. Im Dienstleistungssektor kühlte sich die Stimmung nach dem starken Vormonat dagegen etwas ab, signalisiert aber weiterhin ein solides Wachstum.

Konkret stieg der PMI für die Industrie im August um 3,9 auf 57,1 Punkte und notiert damit bereits den sechsten Monat in Folge über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten. Zudem wurden die Erwartungen klar übertroffen. Von der Nachrichtenagentur AWP befragte Ökonomen hatten mit 53,5 bis 54,0 Punkten gerechnet.

Industrie gewinnt breit an Fahrt

Auf diesem Niveau deute der Indikator auf eine anhaltende Expansion im verarbeitenden Gewerbe der Schweiz hin, schreiben die UBS und der Einkaufsfachverband Procure.ch in einer Mitteilung vom Dienstag. Die Verbesserung sei dabei breit abgestützt gewesen.

So stieg die Produktionskomponente im August auf 59,8 Punkte und die Auftragsbestandskomponente auf 57,5 Punkte. Nach acht Monaten mit rückläufigen Werten verbesserte sich nun auch die Beschäftigungskomponente. Sie stieg auf 50,4 Punkte und damit erstmals seit November 2025 wieder über die Wachstumsschwelle.

Der Lagerabbau dürfte sich im August fortgesetzt haben, wenn auch langsamer als im Juli, heisst es weiter. Gleichzeitig seien die Einkaufspreise weiter gestiegen, allerdings weniger stark. Höhere Preise seien unter anderem für Kunststoffe, Transportleistungen, elektronische Komponenten und Basismetalle gemeldet worden. Die Befragten verwiesen dabei unter anderem auf die Lage im Nahen Osten und den KI-Boom.

Auch die Lieferfristen dürften sich verlängert haben. Verzögerungen gebe es insbesondere bei elektronischen Komponenten wie etwa Speicherchips.

Dienstleister verlieren etwas Schwung

Etwas eingetrübt hat sich die Stimmung nach einem sehr starken Vormonat im binnenorientierten Dienstleistungssektor. Der entsprechende PMI fiel im August um 5,6 auf 58,3 Punkte und lag damit am unteren Ende der Analystenerwartungen. Dennoch signalisiere der Indikator weiterhin ein solides Wachstum. In den drei vorangegangenen Monaten war er jeweils gestiegen.

Bei den Komponenten nahmen die Geschäftsaktivität und der Auftragsbestand weiter zu, wenn auch weniger dynamisch als im Juli. Die Neuaufträge gaben leicht nach. Alle drei Komponenten lägen aber weiterhin auf Niveaus, die auf eine solide Expansion des Dienstleistungssektors hindeuteten.

Zudem lag die Beschäftigungskomponente erstmals seit April 2025 zwei Monate in Folge über der Schwelle von 50 Punkten. Derweil deutet die Entwicklung der beiden Preiskomponenten - gesunkene Verkaufspreise bei höheren Einkaufspreisen - auf einen erneuten Margendruck hin.

(AWP)