Anders als Konkurrent Novo Nordisk rechnet der US-Pharmahersteller Lilly auch in diesem Jahr mit einem kräftigen Umsatzanstieg. Der Erlös dürfte 2026 bei 80 bis 83 Milliarden US-Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Indianapolis mit. Von Bloomberg befragte Analysten hatten im Schnitt weniger auf dem Zettel.
Lilly-Chef David Ricks erklärte, der Konzern sei derzeit mit seinem Portfolio und nach der Einigung mit der US-Regierung über niedrigere Preise so gut positioniert, dass er so viele Patienten erreichen könne wie noch nie. Die Aktie legte vorbörslich deutlich zu. Der dänische Wettbewerber Novo Nordisk hatte hingegen am Vorabend mit einer Umsatzwarnung geschockt.
2025 war der Erlös von Lilly angetrieben von seinen Blockbustern, den Abnehmmedikamenten Mounjaro und Zepbound, um 45 Prozent auf 65,2 Milliarden Dollar (rund 55,2 Mrd Euro) hochgeschnellt. Dabei verlief das Schlussquartal überraschend stark. Unter dem Strich verdiente Lilly 2025 mit 20,6 Milliarden Dollar fast doppelt so viel wie im Vorjahr. 2026 peilt das Management nun bereinigt um Sondereffekte einen Gewinn von 33,50 bis 35 Dollar an - auch das ist mehr als von Analysten bisher erwartet.
(AWP)

