Der US-Pharmakonzern Eli Lilly baut sein Geschäft mit Autoimmun- und Allergieerkrankungen durch ‌einen ⁠Milliardenzukauf aus. Das Unternehmen übernimmt die Biotechfirma Merida ⁠Biosciences für bis zu 2,88 Milliarden Dollar in bar, wie ‌Eli Lilly am Montag mitteilte. Der ‌Kaufpreis setzt sich ​aus einer Vorabzahlung und erfolgsabhängigen Meilensteinzahlungen zusammen. Der Abschluss des Deals ist für das vierte Quartal geplant.

Merida entwickelt Medikamente, die gezielt krankheitserregende Antikörper angreifen. Der ‌wichtigste Wirkstoffkandidat MER511 wird derzeit in einer frühen klinischen Phase gegen Autoimmunerkrankungen wie Morbus Basedow und schilddrüsenbedingte Augenerkrankungen ​getestet. Ersten Daten zufolge senkt das ​Mittel die verantwortlichen Antikörper deutlich. ​Zur Pipeline von Merida gehört zudem ein experimentelles Mittel gegen ‌Lebensmittelallergien und Asthma.

Eli Lilly finanziert den Zukauf mit den hohen Gewinnen aus dem Verkauf seiner ​Medikamente ​gegen Fettleibigkeit und Diabetes. Der ⁠Konzern befindet sich auf ​Einkaufstour, um sich breiter ⁠aufzustellen und die Abhängigkeit von seinen Kassenschlagern zum ‌Abnehmen zu verringern. Die Ausgaben für Übernahmen im Jahr 2026 übersteigen bereits jetzt ‌die der Vorjahre.

(Reuters)