Die Internationale Energieagentur (IEA) erwartet für 2026 nun einen Rückgang um 1,6 Millionen Barrel pro Tag. Im Juli war sie erst von einem Minus von 1 Million ausgegangen. Die weltweite Ölnachfrage dürfte damit im laufenden Jahr bei durchschnittlich 103,29 Millionen Barrel pro Tag liegen, teilte die IEA am Mittwoch mit. «Die anhaltende Schliessung der Strasse von Hormus und die höheren Treibstoffpreise belasten weiterhin den Ölverbrauch», erklärte die Energieagentur der Industrieländerorganisation OECD.

Auch das Angebot leidet massiv unter der Hormus-Krise. Laut IEA fehlen derzeit rund 8,3 Millionen Barrel täglicher Förderung aus der Golfregion. Die Agentur spricht von der «grössten Störung des weltweiten Ölangebots aller Zeiten». Zusätzlich verschärfen ukrainische Angriffe auf russische Raffinerien die Knappheit bei verarbeiteten Ölprodukten.

Für die kommenden Monate rechnet die IEA allerdings mit einer allmählichen Entspannung. Bei einer Deeskalation des Konflikts könnten die Ölströme wieder zunehmen und gegen Ende 2026 sogar ein Angebotsüberschuss entstehen. Die Aussichten blieben jedoch fragil, warnt die Agentur. Die Sicherheitsreserven würden rasch schwinden.

(AWP)