Neue Hoffnungen auf eine diplomatische Lösung des Iran-Konflikts haben an den ‌Ölmärkten zum ⁠Wochenschluss für etwas Entspannung gesorgt. Der Preis ⁠für das Nordseeöl Brent verlor in der Spitze 1,3 Prozent ‌auf 105,24 Dollar je Fass. Das ‌US-Öl WTI wurde mit ​92,72 Dollar je Fass bis zu zwei Prozent niedriger gehandelt. Am Donnerstag hatten beide Notierungen zeitweise rund fünf Prozent zugelegt, nachdem ein Raketenangriff der vom ‌Iran unterstützten Huthi-Rebellen auf Saudi-Arabien erneut Befürchtungen vor Versorgungsengpässen geschürt hatte.

Nach Reuters-Informationen sondieren amerikanische und iranische Unterhändler in ​New York derzeit einen schrittweisen Ausstieg aus ​dem Krieg, der die ​Wiedereröffnung der Strasse von Hormus durch Teheran und die ‌Aufhebung der Wirtschaftsblockade gegen den Iran durch Washington vorsieht. Experten gehen jedoch davon aus, dass der Preisrückgang ​beim ​Öl aufgrund der unklaren Gemengelage ⁠in Nahost erst einmal ​begrenzt sein dürfte. ⁠Die jüngsten Angriffe der Huthis seien eine deutliche ‌Erinnerung daran, dass kritische Ölressourcen weiterhin im Visier stünden, sagte Tim Waterer, Chefanalyst bei ‌KCM Trade.

(Reuters)