Waren und Dienstleistungen verteuerten sich im September um 3,7 Prozent zum Vorjahresmonat, nach 3,4 Prozent im August, wie das Arbeitsministerium am Mittwoch in Washington mitteilte.
Von der Nachrichtenagentur Reuters befragte Volkswirte hatten 3,6 Prozent erwartet. In ersten Reaktionen hiess es dazu:
RALF UMLAUF, HELABA:
«Erneut ein kräftiger Anstieg der Inflationsrate. Unter dem Eindruck der deutlich erhöhten Benzin- und Dieselpreise ist der Verbraucherpreisindex im September kräftig gestiegen. Auch die Jahresveränderungsrate des Kern-Verbraucherpreisindexes (ohne Nahrungsmittel und Energie) hat unerwartet stark zugelegt. Hier liegt der Wert zwar niedriger bei 2,6 Prozent, dennoch ist auch dies klar mehr als das Fed-Ziel von 2,0 Prozent. Die Zinserhöhungserwartungen bezüglich der Fed werden somit wieder etwas angeheizt.»
TOBIAS BASSE, NORDLB
«Die global angespannte geopolitische Lage belastet die privaten Haushalte in den USA weiterhin», lautete die Einschätzung von NordLB-Analyst Tobias Basse. Sie bekommen dies laut dem Experten insbesondere an der Zapfsäule zu spüren, wo der Benzinpreis zum Vormonat um 9,1 Prozent geklettert sei. Die bei vielen Verbrauchern ziemlich angespannte Finanzsituation dürfte Einsparungen der Haushalte an anderen Stellen erforderlich machen. Dabei präsentiere sich die Konsumentenstimmung zurzeit «fast schon katastrophal schwach», sagte Basse.
(Reuters)

