Hintergrund sind festgefahrene Tarifverhandlungen, in denen die Gewerkschaft ein höheres Renteneintrittsalter sowie den Schutz von Arbeitsplätzen vor Künstlicher Intelligenz (KI) und Automatisierung fordert. Neben höheren Boni verlangen die Arbeitnehmervertreter Garantien für den Erhalt von Stellen, da der Konzern ab 2028 den verstärkten Einsatz von humanoiden Robotern plant.
Der eintägige Ausstand, an dem sich auch Beschäftigte der Schwesterfirma Kia sowie Beschäftigte von Zulieferern beteiligen, spiegelt die wachsende Unruhe in der südkoreanischen Arbeitswelt wider. Einer Schätzung der Nachrichtenagentur Yonhap zufolge haben Teilstreiks seit Ende Juli bereits zu einem Produktionsausfall von rund 55'200 Fahrzeugen im Wert von 1,67 Milliarden Dollar geführt.
Die Gewerkschaft zeigte sich weiter offen für eine Wiederaufnahme der Gespräche, drohte jedoch mit weiteren Streiks, falls das Management keine zukunftsweisenden Vorschläge vorlege. Hyundai erklärte seinerseits, man setze auf eine Lösung durch Dialog.
(Reuters)

