Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) legte von April bis Juni um 0,6 Prozent zum Vorquartal zu, wie die Statistikbehörde Eurostat am Montag mitteilte. In einer früheren Schätzzahl war von plus 0,4 Prozent die Rede. Mit der revidierten Zahl wuchs der Euroraum im Frühjahr schneller als die US-Wirtschaft, die es nur auf ein Plus von 0,4 Prozent brachte. Zu der Revision trug bei, dass das BIP in Irland im Frühjahr mit 10,2 Prozent weit stärker zugelegt hat als in einer ersten Schätzzahl angenommen. Diese hatte nur ein Plus von 3,9 Prozent ergeben.
Die Wirtschaft in Irland ist durch einen grossen multinationalen Sektor geprägt, in dem die Pharmabranche eine grosse Rolle spielt. Statistiker erklären den Boom im zweiten Quartal auch damit, dass ein Grossteil der Produktion zu Jahresbeginn eingelagert und erst im zweiten Quartal exportiert wurde.
In den ersten drei Monaten des Jahres stagnierte die Wirtschaft im Euroraum. Zu den wachstumsstärksten Ländern im Frühjahr zählte neben Irland auch Spanien: Die viertgrösste Volkswirtschaft der Euro-Zone schaffte ein Plus von 0,7 Prozent, wozu der boomende Tourismus beitrug. Deutschland schaffte ein Wachstum von 0,3 Prozent. In Italien sprang ein Plus beim BIP von 0,2 Prozent heraus, während die französische Wirtschaft stagnierte. In einer früheren Schätzung war noch von plus 0,2 Prozent die Rede.
(Reuters)

