Der vom Analysehaus Sentix erhobene Konjunkturindikator sank um 2,4 Punkte auf 2,7 Punkte, wie das Institut am Montag in Limburg mitteilte. Ökonomen hatten im Schnitt mit einem Rückgang auf 4,2 Punkte gerechnet. Es war der erste Rückgang seit April.

Die Bewertung der aktuellen Lage blieb stabil. Deutlich verschlechtert haben sich aber die Erwartungen. «Die Eurozone tut sich schwer, ihre konjunkturelle Schwächephase hinter sich zu lassen», schreiben die Sentix-Experten. Es sei dieses Mal nicht vor allem die Schwäche der deutschen Wirtschaft, die den Indikator belaste.

«Vielmehr rückt die französische Konjunktur und hier vor allem der starke Zinsanstieg für französische Staatsanleihen in den Fokus.» Im vergangenen Monat waren die Renditen französischer Staatsanleihen deutlich gestiegen. Die verschlechterten Erwartungen begründeten «Zweifel am Aufschwungszenario».

An der Sentix-Umfrage haben vom 1. bis 3. Oktober 1030 Investoren teilgenommen, darunter 218 institutionelle Anleger.

(AWP)